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Rath: Rather Familienzentrum wird schöner

Rath : Rather Familienzentrum wird schöner

Vier katholische Träger arbeiten dort zusammen, bieten unter anderem Beratungen und Gesundheitskurse.

Nach mehr als sechsjähriger Planungsphase gab es gestern den Spatenstich für den Neubau des Rather Familienzentrums (RFZ). Welche Bedeutung dieser Einrichtung beigemessen wird, zeigte die Anwesenheit von Weihbischof Dominikus Schwaderlapp. Vor neun Jahren als Modellprojekt gestartet, hat sich das Rather Familienzentrum inzwischen so positiv entwickelt, dass Fachleute aus ganz Deutschland anreisen, um sich über die Strukturen der Einrichtung zu informieren. Und die ist ungewöhnlich, denn gleich vier katholische Träger arbeiten dort zusammen, bieten verschiedene Leistungen wie Beratungen, Gesundheitskurse und Kulturangebote an und können zudem auf viele Angebote ihrer Organisationen zurückgreifen. Beteiligt sind der Caritasverband, der Sozialdienst katholischer Frauen und Männer (SKFM), das ASG-Bildungsforum und die Pfarre St. Franziskus-Xaverius (SFX).

Der Pfarre gehört das Gelände der Ortskirche Zum Heiligen Kreuz am Rather Kreuzweg 43, auf dem das neue Zentrum nun entstehen soll. Das dortige Pfarrheim wird umgebaut und um ein zweigeschossiges Gebäude erweitert. Der Pfarrsaal bleibt erhalten und kann weiterhin von den bestehenden Gruppen wie dem Seniorenclub oder der Lebensmitteltafel Rathgeber genutzt werden. Er soll aber künftig bei Bedarf unterteilbar sein. Zwar wird das neue Zentrum nicht viel mehr Fläche haben, aber die Räume sind vielseitiger nutzbar. Zudem werden diese barrierefrei gestaltet und das Zentrum wird besser sichtbar näher an der Straße liegen und eine Terrasse erhalten, die sich zum Stadtteil hin öffnet. "Wir freuen uns außerordentlich, dass durch die Erteilung der Baugenehmigung seitens des Erzbistums Köln und der Zuschüsse aus dem kommunalen Bereich die qualifizierte Arbeit der Mitarbeiter des Rather Familienzentrums wertgeschätzt wird", sagt Thomas Selg, leitender Pfarrer von SFX. So beteiligt sich das Erzbistum an den über 1,8 Millionen Euro teuren Baukosten mit 350 000 Euro. Zusätzlich kommen 350 000 Euro aus dem Förderprogramm "Soziale Stadt" von Land und Stadt. Die Caritas wird außerdem eine Mietvorauszahlung von 830 000 Euro leisten. "Damit kann die Pfarre den Bau stemmen" sagt Selg. Die Bauarbeiten sollen noch im Juni starten und rund ein Jahr dauern.

(brab)