Karneval : Affenstimmung bei der Galasitzung

Die Rather Aape versammelten sich im Pfarrzentrum St. Joseph, um ausgelassen ihren persönlichen Höhepunkt der Karnevalssession zu feiern.

Schon vor Beginn der Sitzung biegen sich die Tische im Pfarrzentrum St. Joseph unter den Altbiergläsern und die Arme der Kellner unter den schweren Tabletts. „Jeck jestallt im Aapewald“ lautet das Motto des Karnevalsvereins Rather Aape in dieser Session. Das Ziel der Sitzung steht schon von Beginn an fest. „Unser Saal muss nächstes Jahr renoviert werden“, erzählt Vereinspräsident und Moderator Robert Kotzur, „also lasst uns ihn heute abreißen!“

Das Programm beginnt musikalisch. Zum Auftakt rüttelt die Bigband Swinging Funfares mit ihren Blasinstrumenten die Menge wach. Beim ersten Lied tanzen einige auf den Stühlen, beim zweiten beginnen sie, beherzt mitzugröhlen, und schon beim dritten Song liegen sich die Rather schunkelnd in den Armen. Mit den Paginnen entert als nächstes die Tanzgarde des Vereins die Bühne. Die Mädchen tanzen zu einem Mix der bekanntesten Michael-Jackson-Songs und ernten Jubelrufe für ihren Moonwalk.

Im Anschluss bringt der Rather Lehrer Jürgen Hilger alias Bacillus Carnevalensis das Publikum mit seinem Gedicht über die Volkskrankheit Carnevalitis zum Lachen. Spätestens jetzt kocht der Saal – im wahrsten Sinne des Wortes, denn die ersten fächeln sich bereits mit ihren Eintrittskarten frische Luft zu. Doch es wird noch heißer: Die Tanzgarde der katholischen Jugend zeigt auf der Bühne in knappen Glitzerkostümen eine rasante Mischung aus Tanz und Akrobatik.

Weiter geht es mit politisch-musikalischem Kabarett. Et Zweijestirn besingt unter anderem das Abdanken Angela Merkels mit einer abgewandelten Version von Tom Jones’ „Sexbomb“. Diese bunte Mischung aus Musik und Unterhaltung bestimmt auch den Rest des Abendprogramms: Den tänzerischen Part übernehmen Kai und Kai sowie die Tanzgarde Lastropicals. Zwischendurch sorgen Oberschwester Helga und der mit dem Deutschen Comedypreis prämierte Dave Davis in seiner Rolle des Toilettenmannes Motombo für prustende Lacher. Das Einzige, was den Jecken an diesem Abend nicht gelungen ist: der Abriss des Pfarrzentrums. Aber die Session ist ja noch nicht vorbei.

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