Ortspolitiker wollen Möbelhaus in Düsseldorf Rath an der Theodorstraße

Entwicklung Theodorstraße : Ortspolitiker kämpfen weiter für Möbelhaus

In der Bezirksvertretung 6 wird auch darüber diskutiert, wie Rath abends und am Wochenende zusätzlich belebt werden kann.

Die Bezirksvertretung 6 hat sich mit großer Mehrheit erneut gegen ein Strategiepapier der Verwaltung zur Entwicklung der Theodorstraße ausgesprochen. Darin wird die Idee dargelegt, statt der geplanten Möbelhäuser an dieser Stelle nun Gewerbe und Dienstleister anzusiedeln. Die Politiker lehnen dies ab, da sie sich von einem Möbelhaus eine Belebung des Stadtteils versprechen. Sie haben deshalb in ihrer jüngsten Sitzung die Bitte an den übergeordneten Planungsausschuss (APS) gerichtet, ihren Wunsch zu berücksichtigen und den Möbelstandort nicht aufzugeben, die Option Möbelhaus im weiteren Verfahren offenzuhalten.

„Die Bezirksvertretung kann und will nicht beurteilen, ob bei den Möbelhäusern bauherrenseitig ein verlässlicher Umsetzungswille besteht“, heißt es in dem Schreiben an den APS. Das hält aber Gerald Helmke (Grüne) für wichtig. Er glaubt nicht mehr daran, dass dort einer der Investoren – Schaffrath und die Krieger Gruppe (Höffner) haben an der Theodorstraße Grundstücke erworben – noch wirklich bauen will. „Der Warnschuss der Verwaltung war schließlich laut genug, um jetzt endlich zu reagieren“, sagt Helmke, der sich aus diesem Grund dem Antrag der Bezirksvertretung nicht anschloss.

Die Firma Krieger, lange Favorit von CDU und SPD, hatte es sich nach mehreren Planänderungen zuletzt mit der Stadtspitze und den meisten Politikern verscherzt. Deshalb sollte Schaffrath eine Chance erhalten. Das Unternehmen hat auch vier offizielle Bauvoranfragen gestellt. Entscheidende Fortschritte gab es dennoch bislang nicht, auch wenn Krieger und Schaffrath erneut ihr Interesse an dem Standort Theodorstraße öffentlich bekundet haben.

Ungeachtet dessen, ob noch eines der Unternehmen seine Pläne tatsächlich realisieren wird, möchten die Politiker der Bezirksvertretung mehrheitlich, dass im Bebauungsplan bestimmte Festsetzungen getroffen werden, die eine Belebung des Quartiers zum Ziel haben. Es soll ermöglicht werden, dass sich Einzelhandel, Gastronomie und Freizeitangebote an der Theodorstraße ansiedeln. Außerdem erwartet das Gremium künftig eine rechtzeitige Einbindung in die Planungen der Verwaltung.

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