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Rath/Eller: Mehr Schallschutz wegen Bahnlärm

Rath/Eller : Mehr Schallschutz wegen Bahnlärm

Die CDU will sich auf Bundesebene für die Bürger in Rath und Eller einsetzen.

Auf dem 27. Bundesparteitag in Essen hat die CDU Deutschland einen Antrag der nordrhein-westfälischen Verkehrspolitiker beschlossen. Mit diesem soll ein besserer Lärmschutz für Bürger, die an Bahnstrecken leben, erreicht werden. "Hiervon können vor allem auch die Anwohner der Strecke zwischen Rath und Eller profitieren", sagt Thomas Jarzombek, Vorsitzender der Düsseldorfer CDU.

Die Strecke gehört zu der meistbefahrenen Route in Deutschland. Mit der für 2017 geplanten Inbetriebnahme des Gotthardtunnels in der Schweiz und des Ausbaus der nördlichen Betuwe-Linie wird die Güterstrecke Rath-Eller Teil des europäischen Hauptkorridors zwischen Genua und Rotterdam. "Die Verkehrsprognose 2025 geht für den Streckenabschnitt von 238 Güterzügen in 24 Stunden aus. Diese nahezu Verdopplung des Verkehrs ist ohne weitere Schutzmaßnahmen nicht zumutbar", sagt Ratsherr Markus Münter (CDU). Bei einer vom Stadtrat in Auftrag gegebenen Schallmessung seien mehr als 130 durchfahrende Züge pro Tag gezählt worden, die zusammen eine Dauerbelastung von 6,5 Stunden verursachen würden. "Anhand dieser Zahlen kann man sich ausmalen, welche Belastung sich nach Fertigstellung der Strecke von der Nordsee bis ans Mittelmeer geben wird: Bei 240 Zügen pro Tag ergibt sich eine Dauerbelastung von zwölf Stunden. Diese Zahlen machen klar, dass wir die Menschen entlang der Bahntrasse nicht allein lassen können", sagt Münter. Aber nicht nur der Lärm, auch die Erschütterung macht den Anwohnern zu schaffen, denn die Züge sind länger und schwerer geworden. Politiker und Bürger fordern deshalb auch eine Umrüstung der Waggons und ein Tempolimit. Allerdings gibt es kein Recht auf mehr Lärmschutz auf schon bestehenden Strecken. Man ist hier auf den guten Willen der Bahn angewiesen.

(brab)