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Rath: Kritik an weiterem Baumarkt an der Theodorstraße

Rath : Kritik an weiterem Baumarkt an der Theodorstraße

Bei der Offenlegung der Pläne verteidigte die Stadt das Projekt in Rath. Ein großes Angebot sei im Sinne der Verbraucher.

Ein neuer Baumarkt mit 19.000 Quadratmetern Verkaufsfläche, ein Bürogebäude mit 15, zwei weitere mit je sieben Stockwerken und eine ausladende Parkplatzfläche - dies soll zukünftig auf einem Grundstück an der Theodorstraße in Rath entstehen. Jetzt wurden diese Pläne erstmalig präsentiert, Interessierte und Anwohner durften sich dazu äußern. Nicht viele kamen zu der Präsentation in der Aula der Joachim-Neander-Schule. Aber die, die da waren, stellten sich vor allem eine Frage: Warum ein weiterer Baumarkt? Am einen Ende der Theodorstraße gibt es einen Obi und etwa auf der Mitte der Straße den Gartenfachmarkt Dena. Diese werden sich wohl kaum über den Konkurrenten Bauhaus freuen: "Die werden sich doch auf jeden Fall bekriegen", sagte Friedhelm Fiehn. "Die Frage ist zudem doch, warum dort auch noch Büros gebaut werden. Nebenan sind doch auch schon Gebäude, die leerstehen", so Fiehn weiter.

Bei der Stadt sieht man die Positionierung verschiedener Anbieter in einem Gebiet als Angebotserweiterung. Die Vergleichsmöglichkeiten und die verschiedenen Sortimente würden am Ende dem Verbraucher zugutekommen, sagte Elisabeth Bach vom Stadtplanungsamt. Man stelle sich eine Fachmarktbündelung an der Theodorstraße vor.

Ein weiterer Kritikpunkt war die geplante Höhe der Bürogebäude, von denen eines mit 15 Stockwerken künftig als "städtebauliche Landmarke für den Gewerbestandort" fungieren soll. Planungsdezernentin Cornelia Zuschke dazu: "Wir begrüßen sehr, dass das brachliegende Grundstück an der Theodorstraße einer neuen Nutzung zugeführt und dort eine höhenmäßige Betonung geschaffen wird." Weitere Fragen drehten sich um die Verkehrslage am Hülserhof und um ein, ebenfalls nahe des Planungsgebiets, vorgesehenes Möbelhaus auf der westlichen Seite des Hülserhofs.

Die Offenlegung der Pläne und die Beteiligung der Öffentlichkeit bildeten einen der ersten Schritte in der Planung. Bis zur Fertigstellung der Pläne können noch gut zwei und bis zur endgültigen Bebauung mindestens vier Jahre vergehen.

(RP)