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Karate: Wilhelm Dohmen eröffnet in Düsseldorf Rath Fitnessstudio

Unternehmer in Düsseldorf : Karate bestimmt Wilhelm Dohmens Leben

Der Personaltrainer ist mehrfacher Deutscher Karatemeister und gibt die Leidenschaft für diesen Sport weiter.

Die Karate-Kid-Kinofilme sorgten in den 1980er Jahren für einen weltweiten Karateboom. Viele Jugendliche meldeten sich daraufhin zum Training an. Auch Wilhelm Dohmen war von den Filmen total fasziniert und wollte deshalb unbedingt die Sportart erlernen. Der Rather wohnte damals allerdings noch in Tönisvorst und dort wurde zu dieser Zeit nur Judo angeboten. „Das habe ich eine Stunde ausprobiert und gemerkt, dass mir das wegen des sehr engen Kontakts zum Gegner nicht gefällt“, erzählt Dohmen. Zwei Jahre später allerdings, Wilhelm war zwölf Jahre alt, eröffnete ein Karateverein in seiner Nähe. „Das hat sich dann definitiv als meine Sportart herausgestellt. Und ich hatte das Glück, dass mein Lehrer uns nicht nur reine Techniken beibrachte, sondern das tiefere Verständnis für Karate geweckt hat. Denn die Sportart ist weit mehr, als laut zu schreien und andere zu vermöbeln, wie das in den Filmen teilweise suggeriert wird.“ Technische Perfektion mit geistiger Perfektion zu kontrollieren, war das Trainingsziel.

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Dass der heute 38-Jährige es damit aber einmal zum Deutschen Meister schaffen würde, war nicht abzusehen. Dohmen trainierte zwar intensiv im Verein und daheim, aber an Wettkämpfen nahm er kaum teil. Es folgten die Bundeswehrzeit und eine Ausbildung zum technischen Zeichner und Maschinenbautechniker. Nebenher absolvierte er Trainerscheine für Karate, wechselte 2008 als Trainer in Vollzeit in ein Fitnessstudio und trainierte im Landesleistungszentrum. Gleichzeitig kam der Wunsch auf, Ziele im Leben zu erreichen und Wünsche umzusetzen. Dazu gehörte beispielsweise der inzwischen erfolgte Besuch der Maya-Ruinen in Südamerika. „Für mich war klar, auch irgendwann einen Meistertitel holen zu wollen.“

Als sich der Sportler 2010 auf seine Schwarzgurtprüfung vorbereitete, lernte er zwei andere Karatekämpfer kennen. Gemeinsam wurde ein Jahr lang intensiv für die Ü30-Landesmeisterschaft NRW trainiert, die im Teamwettkampf durch absolute Synchronität der Technikabfolgen gewonnen wurde. Und nicht nur diese. 2011 und 2012 wurde das Team Deutscher Meister und 2013 Vizemeister. Nach einem Fahrradunfall stieg Dohmen dann aus dem Wettkampfgeschehen aus. Nun hat er sich aber einen weiteren seiner Lebensträume erfüllt: den Schritt in die Selbständigkeit. So hat er in Rath, wo er auch lebt, sein eigenes Fitnessstudio „ZuG-Kraft“ eröffnet. „Der Name spielt auf die Nähe des Studios zu den Bahngleisen an. ZuG steht aber auch für Zeit und Gesundheit, denn ich möchte schnellstmöglich Erfolge generieren, mit meinen Kunden deren Ziele erreichen und nicht deren Zeit verschwenden“, sagt Dohmen.

Dabei hilft er den Kunden, sich auch schon einmal eigene Lebensträume zu erfüllen. So hat er eine Frau fit für das Wandern in Nepal gemacht und bereitet zurzeit einen Sportler auf die Alpenüberquerung mit dem Rennrad vor. Für Dohmen steht die Gesundheit stets an erster Stelle. So wird zum Beispiel für die Alpenüberquerung der Rücken des Sportlers gestärkt, damit dieser die Belastungen der ungewohnten Haltung verträgt.

Zahlreiche Fort- und Ausbildungen hat der Personaltrainer dafür absolviert, unter anderem zum Medical-Fitnesscoach. Er weiß deshalb bei Kunden mit Gelenkersatz, welche speziellen Übungen für diese geeignet sind und kann sie auch mental stärken. „Viele sind nach solch einem Eingriff verunsichert und trauen sich nichts mehr zu.“ Außerdem wendet Dohmen das Neuroathletiktraining an, bei dem das Gehirn und das Nervensystem als zentrale Elemente der Bewegungssteuerung ins Training mit einbezogen werden.

Aber auch die Liebe zu Karate will Dohmen weiterhin an seine Kunden weitergeben. Er bietet Nachhilfestunden für Erwachsene an, denn erwachsene Anfänger können in Sportvereinen oft nur in Kinderkursen mittrainieren. „Kindern bringt man diese Sportart aber anders bei als Erwachsenen“. Auch privat hat Dohmen durch Karate sein Glück gefunden. Beim Training hat er seine Frau Veronika kennengelernt und ihr im Laufe der Zeit in der Sporthalle, am Ende eines Karatesprungs, der auf den Knien endete, einen Antrag gemacht.