In Rath sollen mehr Angebote für Kinder und Jugendliche geschaffen werden.

Bezirkspolitik : Mehr Angebote für Kinder in Rath

Bezirkspolitiker wollen nach Sozialraumstudie zügig Projekte vorantreiben.

Die Bezirksvertretung 6 möchte das soziale Umfeld in Rath verbessern und hat dazu zwei Anträge an die Verwaltung gestellt. Damit sollen zwei Bildungs-, Beratungs-, Freizeit- und Betreuungsangebote geschaffen werden. Grund ist eine Sozialraumstudie, welche die Stadt veröffentlicht hat und bei der Rath schlecht abschnitt.

Bei der Studie wurden die Stadtteile daraufhin untersucht, wie dort die Lebensqualität ist, also beispielsweise wie viel Wohnfläche pro Person zur Verfügung steht, und welche Personengruppen dort leben, also zum Beispiel wie viele Arbeitslose, Ausländer oder Familien es dort gibt. Während 74 Prozent aller Düsseldorfer in Sozialräumen leben, die als durchschnittlich oder besser beschrieben werden, sind das in Rath nur 34,7 Prozent. Die Stadt sieht für den Stadtteile deshalb sehr dringenden Handlungsbedarf. Die Bezirkspolitiker wollen jetzt schnell Projekte vorantreiben und machen dazu eigene Vorschläge.

Die Verwaltung soll zum Beispiel prüfen, ob in der Nähe der Selbecker Straße eine weitere Kindertageseinrichtung in Verbindung mit Räumen für Bildungs- und Freizeitangeboten für Schulkinder und Jugendliche errichtet werden kann. „Die Angaben zur Versorgung mit Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren von 19,6 Prozent machten deutlich, dass hier ein Bedarf an einer weiteren Kita besteht“, sagen die Antragssteller, Mitglieder von CDU und FDP.

Ebenfalls soll geprüft werden, ob die Raumkapazität der Wilhelm-Ferdinand-Schüssler-Tagesschule oder der Katholischen Grundschule am Rather Kreuzweg ausreichen, um dort weitere Angebote für Jugendliche in den Bereichen Bildung und Freizeit anzubieten. Alternativ soll geprüft werden, ob auf dem Schulgelände ein eigenes Gebäude dafür erbaut werden kann und ob Mittel für eine soziale und pädagogische Betreuung zur Verfügung stehen. „Die Nähe zum Rather Familienzentrum würde gleichzeitig eine sinnvolle Ergänzung bei Problemen im Elternhaus der Kinder darstellen. Es würde ein Zentrum für Rath geschaffen, in dem Kinder und Jugendliche aufgefangen würden“, heißt es in dem einstimmig von der Bezirksvertretung 6 verabschiedeten Antrag.

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