In Düsseldorf-Rath bleibt eine Straße dunkel, da Gaslaternen abmontiert wurden

Fehlende Straßenbeleuchtung in Rath : Anwohner der Wendersstraße tappen im Dunkeln

Ein Teil der Wendersstraße bleibt zurzeit dunkel, da dort aus Sicherheitsgründen Gaslaternen abmontiert werden mussten. Ein Ersatz lässt auf sich warten.

Seit Mitte November ist es an einer Straßenecke im Wohngebiet an der Wendersstraße nachts stockdunkel. Der Bereich ist stark frequentiert, da hier ein Fußweg abzweigt, der zur nahe gelegenen Straßenbahnhaltestelle Hubertushain führt. Gerade in den noch dunklen Morgenstunden laufen dort viele Schulkinder entlang. Der Grund für die Dunkelheit: Dort wurden zwei Gaslaternen abgebaut. „Im Rahmen von turnusmäßigen Kontrollen waren an beiden Laternenmasten Undichtigkeiten festgestellt worden“, teilen die Stadtwerke auf Anfrage mit. Gas strömte aus.

Ersetzt wurden die Laternen zunächst nicht. Ein Anwohner stürzte mit seinem Rollator, weil er eine Unebenheit nicht erkennen konnte. Außerdem übersah ein Autofahrer beim Rangieren ein Verkehrsschild und fuhr es um. Daraufhin wurde Anwohner Manfred Bals aktiv. „Ich habe mich mehrfach an die Stadtwerke gewandt und erst nach hartnäckigem Nachfragen habe ich Auskunft erhalten.“ Und zumindest ein Teilerfolg erzielt. So wurden Mitte Dezember zwei Solarleuchten aufgestellt.

„Ich bin froh, dass unser Anliegen ernst genommen wurde, aber die Lampen reichen einfach nicht aus“, sagt Bals. So ist die Leuchtkraft nur sehr gering und teilweise gehen die Lampen schon gegen 21 Uhr aus, da sie bei dem trüben Wetter nicht ausreichend aufgeladen wurden. Auf neue Gaslaternen müssen die Anwohner aber wohl noch warten. „Als zertifizierter Gaslaternenhersteller kauft die Netzgesellschaft Düsseldorf als Ersatz für defekte und damit nicht mehr sichere Masten keine Standardprodukte, sondern lässt Masten nach Originalmustern nachfertigen“, teilen die Stadtwerke mit. Allerdings gebe es zurzeit bei dem Hersteller Lieferengpässe. Deshalb bitte man um Verständnis.

Manfred Bals lässt nachts nun die Eingangsbeleuchtung am Haus brennen. „Damit hier wenigstens ein bisschen Licht ist.“

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