Düsseldorf-Rath: 240 Kinder radeln durchs Waldstadion

Radfahren in Düsseldorf : 240 Kinder radeln durchs Waldstadion

So viele Teilnehmer gab es noch nie beim Special Petit Départ. Der Radsporttag für Förderschulen wurde zum dritten Mal ausgerichtet. Viele Kinder durften sich über Medaillen freuen.

„Komm Erik, tritt in die Pedale“, feuert Beatrix Binger ihren Schüler an, der neben ihr auf dem dreirädrigen Tandem sitzt. Erik kann nicht Radfahren, aber es ist selbstverständlich, dass er beim Special Petit Départ mitmacht, dem Radsporttag für Förderschulen, der zum dritten Mal ausgerichtet wird. Im Rather Waldstadion freuen sich Nikolaus Angermann, Mitarbeiter des Düsseldorfer Sportamts, und sein 90-köpfiges Team über die Rekord-Beteiligung von 240 Kindern und Jugendlichen aus Förderschulen in Düsseldorf, Mettmann, Erkrath und Ratingen. „Es ist unglaublich, manche haben sich sogar Urlaub genommen, um mitzuhelfen“, sagt Angermann. Zufrieden ist auch Bernhard Reimann, der nach dem Grand Départ 2017 im Stadtsportbund half, ein nachhaltiges, inklusives Radsportkonzept für Förderschulkinder zu entwickeln. Eine Klasse angehender Erzieher der Elly-Heuss-Knapp-Schule in Wersten hilft zum Beispiel gemeinsam mit Klassenlehrerin Katharina van Zadelhoff bei der Organisation. „Wir hoffen, dadurch im Bereich der Inklusion praktische Erfahrungen zu sammeln“, sagt Hendrik Dlugay, Schüler des Berufskollegs. Der Kinderradwettbewerb wird von der NRW-Bank, Special Olympics Nordrhein-Westfalen sowie dem Stadtsportbund Düsseldorf finanziell wie personell unterstützt.

Drei unterschiedliche Aufgaben müssen die Kinder und Jugendlichen mit ihren Rädern bewältigen. Neben dem Zeitfahren über 400 Meter gilt es beim Zehn-Meter-Sprint, schnellen Antritt zu beweisen, und zum Hindernisparcours gehören unter anderem eine Slalomstrecke sowie eine Wippe. Auf einem speziellen Rollstuhl-Parcours können nichtbehinderte Kinder ausprobieren, mit welchen Problemen Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, mitunter zu kämpfen haben. Sefa und Fedi, beide 17 und Schüler der privaten Förderschule der Graf-Recke-Stiftung Buschgasser Weg, sind nervös. „Doch, wir schaffen das“, lautet die einstimmige Prognose. „Ich bin sehr aufgeregt, aber im Sprint bin ich gut“, sagt Can, Schüler der Werstener Mosaikschule. „Ich kann Sprint und die große Runde gut“, sagt Schulkamerad Calvin selbstbewusst und versichert, dass er gern und oft mit dem Rad unterwegs sei. Und am Ende ist all die Nervosität verflogen, als Stadtdirektor Burkhard Hintzsche allen Teilnehmenden eine Urkunde und eine Medaille überreicht. Und damit alle sehen, dass die jungen Radler am Wettbewerb teilgenommen haben, dürfen sie natürlich auch ihre Wettkampf-Shirts behalten.

Mehr von RP ONLINE