80 neue Arbeitsplätze Wann das neue Bauhaus in Düsseldorf-Rath eröffnet

Düsseldorf · Nach 20 Jahren Planungszeit wird der neue Fachmarkt eröffnen. Zurzeit wird die Ware eingeräumt. Das Sortiment besteht aus 160.000 Produkten.

Wer alle Regale im neuen Bauhaus abläuft, legt mehr als 5 Kilometer zurück.

Wer alle Regale im neuen Bauhaus abläuft, legt mehr als 5 Kilometer zurück.

Foto: Anne Orthen (orth)

Rund 20 Jahre lang hat das Unternehmen Bauhaus versucht, einen Fachmarkt im Düsseldorfer Norden zu gründen. Nun steht am 22. März die Eröffnung des neuen Marktes an, der auf dem Eckgrundstück Am Hülserhof und der Theodorstraße errichtet wurde. Mehr als 25 Millionen Euro hat Bauhaus in seine vierte Filiale in Düsseldorf investiert. 80 neue Arbeitsplätze wurden dort geschaffen.

Zurzeit stehen noch einige Restarbeiten am Gebäude an und seit zwei Wochen läuft die Einrichtungsphase. Täglich bringen etwa 50 Lkws mehr als 1000 Paletten mit Waren und Zubehör nach Rath. Etwa die Hälfte stammt aus dem Bauhaus-Zentrallager in Krefeld, die andere Hälfte von Zulieferern. „Deshalb sind die Regale auch noch so unterschiedlich weit eingeräumt“, sagt Marius Jedrus, regionaler Geschäftsführer bei Bauhaus in der Region Rhein-Ruhr. Rund 200 Personen sind im Moment damit beschäftigt, alles in die Regale zu sortieren. Zu tun gibt es reichlich, denn zusammen sind die Regale 5,5 Kilometer lang und 1000 Tonnen schwer. Sie haben alleine eine Million Euro gekostet. Insgesamt 160.000 unterschiedliche Produkte, von der Schraube bis zur 20.000 Euro teuren Outdoorküche, gibt es im Sortiment.

Damit der Kunde nicht den Überblick verliert, sind alle Regale durchnummeriert und umfangreich beschildert. Wer will, kann sich per App schon von zu Hause aus informieren, in welchem Regal und in welchem Fach er das Gesuchte später findet. Zudem besteht auch die Möglichkeit, seinen Einkauf zu bestellen und an der Warenausgabe, zu der spezielle Parkplätze gehören, deponieren lassen. Noch bequemer geht es in der 3500 Quadratmeter großen Drive-in-Arena zu, die die Düsseldorfer bereits von der Filiale in Gerresheim kennen. Dort kann der Kunde mit seinem Auto zwischen die Regale fahren und schwere oder sperrige Waren wie Baustoffe, Dämmmaterial oder Holzpalisaden direkt ins Fahrzeug räumen.

Für Gartenliebhaber und Balkonbesitzer gibt es den 4300 Quadratmeter großen „Stadtgarten“, der eine breite Auswahl an Pflanzen, Gartenbaustoffen, Werkzeug und Maschinen bietet. Pflanzen befinden sich auch auf den Dachflächen. Neben einer Dachbegrünung gibt es dort Photovoltaik-Anlagen, die zu Spitzenzeiten den gesamten Strombedarf des Marktes decken können. Dieser wird mit LED-Leuchten beleuchtet, die nach Bedarf gedimmt oder ausgestellt werden können, denn viele Tageslichtzonen im Dach sorgen für natürliches Licht. Darüber hinaus verfügt das Gebäude über mehrere Wärmepumpenanlagen, die das Gebäude im Winter heizen und im Sommer kühlen können.

Bäume mussten für das Bauprojekt nicht gefällt werden, aber als Ausgleich zu der neu versiegelten Fläche wurden auf dem Areal 75 Bäume gepflanzt. Acht der 250 Parkplätze haben E-Ladesäulen, es bestehen überdachte Fahrradständer, auch für Mitarbeiter, und Kunden können sich ein Lastenrad ausleihen. „Wir erwarten im Schnitt 1500 bis 2500 Kunden am Tag. Das Einzugsgebiet ist für uns vor allem Rath, Unterrath, der Duisburger Süden und Ratingen“, sagt Jedrus.

Der erste Versuch von Bauhaus, an der Theodorstraße einen Fachmarkt zu bauen, wurde vor rund 15 Jahren durch ein neues Landesgesetz verhindert. Später wurde ein bereits reserviertes Grundstück an die Firma Schaffrath verkauft. 2015 erwarb das Unternehmen das Eckgrundstück an der Theodorstraße. Der Kaufvertrag wurde aber nach einem Jahr rückgängig gemacht, als Bauhaus keine Zustimmung zu einer Bauvoranfrage erhielt. Der Grund war, dass die Stadt Düsseldorf große Flächen für Bürokomplexe für große Firmen freihalten wollte. Als sich auch diese Pläne änderten, erwarb Bauhaus das Areal erneut und nahm die Planungen wieder auf. 2018 ging das Unternehmen davon aus, das neue Fachzentrum schon 2020 eröffnen zu können. Da aber immer wieder Umplanungen notwendig waren, um Vorgaben aus der Politik und Verwaltung zu erfüllen, verschoben sich die Pläne erneut.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort