Diskussion in Düsseldorf: Radweg nach Ratingen soll nicht saniert werden

Radverkehr in Rath : Radweg nach Ratingen soll nicht saniert werden

Die Mitglieder der Bezirksvertretung 6 wollen die Strecke für Pendler auf Zweirädern attraktiver machen. Die Städte Ratingen und Düsseldorf sehen dafür keine Veranlassung.

Im April hat die Bezirksvertretung 6 einstimmig die Stadt aufgefordert, den Radweg nach Ratingen an der Reichswaldallee auf Düsseldorfer Gebiet zu sanieren. Dieser sei eine Hauptroute im Radewegeplan und befände sich in einem schlechten Zustand.

Auch im weiteren Verlauf Richtung Ratingen entspräche der Weg nicht mehr den heutigen Anforderungen. „So halten wir eine Trennung Fußgänger/Radfahrer und eine Absicherung zur Straße für unbedingt erforderlich“, schreibt die CDU als Antragssteller. Auch müsse die Einmündung vom Mühlenbroicher Weg auf den Radweg hergerichtet werden.

Das sieht die Verwaltung anders. Der Weg befände sich in einem verkehrssicheren Zustand. Er sei nicht erneuerungsbedürftig, heißt es von der Verwaltung. „Eine Abstimmung mit der Stadt Ratingen hat ergeben, dass der dortige Radweg auf der Düsseldorfer Straße ebenfalls nicht instandsetzungsbedürftig ist.“. Die Stadt hat aber einen Grünrückschnitt entlang der Strecke veranlasst.

Das ist den Politikern aber zu wenig. „Es muss doch im Interesse der Stadt sein, dass Pendler auf das Rad umsteigen. Bei solch einem schlechten Zustand eines Hauptradweges, wird das kaum der Fall sein“, sagt Gerhard Peters (CDU). Diese Ansicht teilt auch Ratsherr Marcus Münter: „Der Weg ist definitiv nicht in einem guten Zustand und sollte dringend instand gesetzt werden.“ Wie danach der Radweg, der zurzeit noch mit Fußgängern geteilt wird, aussehen könnte, dafür führen die Politiker die Streckenabschnitte als Beispiel an, die in den vergangenen Monaten nach dem Bau von neuen Gasleitungen hergerichtet wurden. „Diese Stellen zeigen, dass eine Verbesserung und Verbreiterung möglich ist“, sagt Peters.

(brab)