Unterstützung von Bedürftigen in Düsseldorf Hilfe für 200 Menschen

Rath · Die Lebensmittelausgabe Rathgeber hat wieder ihre Arbeit aufgenommen. Dort wird aber nicht nur Essen verteilt, sondern Hilfe für verschiedene Probleme geboten. Mitarbeiter sind jederzeit willkommen.

 Michael und Angelika Kuberski helfen bei der Lebensmittelausgabe Rathgeber mit.

Michael und Angelika Kuberski helfen bei der Lebensmittelausgabe Rathgeber mit.

Foto: Julia Brabeck

Seit zwölf Jahren unterstützt die Lebensmittelausgabe „Rathgeber“ Menschen, die am Rand der Armut leben. In den letzten Wochen musste wegen Corona die Ausgabe im Rather Familienzentrum am Rather Kreuzweg eingestellt werden. Doch jetzt hat das Team wieder die Arbeit aufgenommen, allerdings mit einem neuen Konzept. So können die Kunden nicht mehr aus den zahlreichen gespendeten Lebensmitteln selber auswählen, sondern erhalten fertig gepackte Lebensmitteltüten. „Das ist zwar nicht mehr so persönlich wie vorher, aber wir sind froh, dass wir nun wieder helfen können“, sagt Bergit Fleckner-Olbermann von der Gemeinde St. Franziskus-Xaverius. Diese betreibt in Kooperation mit der evangelischen Oster-Kirchengemeinde, dem Zentrum plus der AWO und der Caritas die Ausgabe, die am Mittwochvormittag stattfindet.

Diese können nur Rather ab 65 Jahren oder Familien mit Kindern aus dem Stadtteil nutzen, die zudem ihre Bedürftigkeit nachweisen müssen. „Wir weisen aber niemanden einfach ab, sondern verweisen an andere Hilfsangebote“, sagt Margret Kaminski von der Oster-Kirchengemeinde. Zudem werden am Ende der Ausgabezeit übriggebliebene Lebensmittel an jedermann verteilt, ganz ohne Vorgaben oder Nachweise. Rund 100 Haushalte mit insgesamt rund 200 Personen versorgt die Tafel, auch während des Lockdowns. „Da konnten wir Gutscheine für Lebensmittel, die von der Bürgerstiftung zur Verfügung gestellt wurden, verteilen“, sagt Mareen Westhoff von der AWO.

Rund zehn ehrenamtliche Helfer unterstützen die Arbeit des Rathgebers, sortieren die Lebensmittel vor, stellen die Tüten zusammen und helfen bei der Ausgabe mit. Die Waren selbst stammen von der Düsseldorfer Tafel, die das Einsammeln der Lebensmittel übernommen hat, die in den Supermärkten nicht mehr zu verkaufen waren oder von Bäckereien gestiftet wurden. „Das ist hier eine sehr sinnvolle Arbeit. Man hilft und gleichzeitig verhindert man, dass so viele, noch gute Lebensmittel weggeworfen werden“, sagt Michael Kuberski.

Die Rathgeber wollen aber nicht nur Lebensmittel austeilen, sondern auch ihrem Namen gerecht werden. Sie sind Ansprechpartner für Sorgen und Probleme und können oft direkt weiter helfen. „Wir können zum Beispiel direkt auf die vielen Angebote hier im Familienzentrum verweisen“, sagt Fleckner-Olbermann. Dort gibt es unter anderem eine Hebammensprechstunde, eine allgemeine Sozialberatung, ein Sprachcafé und eine Erziehungsberatung.

Info Wer bei den Rathgebern mithelfen oder die Arbeit mit einer Spende unterstützen möchte, kann sich unter Telefon 0163 8714291 informieren.