Die Kirche Zum Heiligen Kreuz in Düsseldorf Rath wird beleuchtet.

Denkmalgeschützte Bauwerke in Düsseldorf : Heilig Kreuz soll angestrahlt werden

Scheinwerfer sollen die Front der Kirche in Szene setzen.

Wer nachts am Rather Kreuzweg an der Kirche Zum Heiligen Kreuz vorbeifährt, kann das seit 2009 unter Denkmalschutz stehende Gebäude kaum erkennen. Das liegt daran, dass die Kirche weit zurückgesetzt von der Straße liegt und in der Dunkelheit nicht beleuchtet wird. Auf Initiative des Ratsherrn Marcus Münter (CDU) wird das nun geändert. So haben die Stadtwerke in der Bezirksvertretung 6 ein exklusives Beleuchtungskonzept vorgestellt. Demnach soll die Kirchenfront flächig durch vier Bodenscheinwerfer ausgeleuchtet werden. Ein LED-Scheinwerfer in einer anderen Farbe soll zudem einen auffälligen Akzent über dem Eingangsportal setzen.

Münter erhofft sich von einer Beleuchtung nicht zuletzt eine Aufwertung des gesamten Areals. „Die Beleuchtung der Kirche sorgt mit Sicherheit auch für mehr Aufmerksamkeit für das benachbarte Rather Familienzentrum.“ Die Kosten für die Illumination belaufen sich auf 16.500 Euro. Die Bezirksvertretung 6 hat einstimmig beschlossen, davon 11.000 Euro aus eigenen Mitteln zu decken. Das Gremium hat bereits vor einigen Jahren eine Beleuchtung der Kirchen St. Josef in Rath und Maria unter dem Kreuze in Unterrath mitfinanziert. Die Kirchengemeinde hat zugesagt, den geforderten Eigenanteil von einem Drittel der Gesamtkosten in Höhe von 5500 Euro sowie die laufenden Kosten zu übernehmen.

Die Kirche Zum Heiligen Kreuz, die zur Gemeinde St.-Franziskus-Xaverius gehört, wurde vom Architekten Josef Lembrock 1958 fertiggestellt. Der Kirchenraum wurde auf einem parabolförmigen Grundriss als einschiffiger Zentralraum erbaut. Sowohl die Steine der Außenmauer als auch die mehr als 2000 kleinen Glasfenster sind in Form einer Flamme dargestellt. Deshalb trägt der Bau im Volksmund auch den Namen Flammenkirche. Die offene, wie ein Netz wirkende Deckenkonstruktion wurde von Mannesmann entwickelt. Hunderte miteinander verschweißte Tetraeder aus Stahlrohren bilden ein stabiles netzartiges Tragwerk für das Dach. Wegen ihrer Neuheit und Kühnheit fand diese Konstruktion damals internationale Beachtung. 1964 wurde zusätzlich ein freistehender Kirchturm mit sechs Glocken erbaut.