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Die ASG in Düsseldorf Rath will möglichst schnell Angebote für junge Familien machen

Familienleben in Düsseldorf : Bildungsforum will Eltern in der Pandemie helfen

Während des Lockdowns können Eltern nicht mit ihren Kindern an Spielgruppen und anderen Bildungsangeboten teilnehmen. Freundschaften knüpfen und sich austauschen wird dadurch schwierig.

Das Bildungsforum ASG mit Sitz im Rather Familienzentrum (RFZ) legt bei seiner Arbeit einen besonderen Schwerpunkt auf Familien mit Babys und Kleinkindern. Mit Hilfe von Kursen, Beratungen und offenen Angeboten soll die Bindung zwischen Eltern und Kind gestärkt, der Einstieg in das Familienleben erleichtert werden. „Wichtig ist für junge Mütter der Austausch. Sie können bei uns Freundschaften mit anderen Müttern schließen und sich ein Netzwerk aufbauen“, sagt Monika Reckmann, Leiterin der ASG in Rath. Und auch für kleine Kinder sei der Umgang mit anderen Kindern wichtig. „Bereits ab sechs Monaten interagieren Kinder miteinander.“

Im Familienzentrum hat man sich deshalb bemüht, auch in Corona-Zeiten so viele Angebote wie möglich aufrecht zu halten oder Ersatzangebote zu installieren. Spielgruppen wurden beispielsweise auf vier Mütter und vier Kinder verkleinert und verschiedene Angebote finden online statt. Diese Form der Kommunikation wird beispielsweise beim Sprachcafé inzwischen so gut angenommen, dass sie auch nach Corona parallel zu den realen Treffen weitergeführt werden soll. Die Kursleiter der ASG haben zudem Filme zum Beispiel mit Yogastunden, Anleitungen zur Babymassage und zur Rückbildungsgymnastik ins Netz gestellt und Videokonferenzen zu Themen wie Erkältungskrankheiten und Erziehungsfragen durchgeführt.

„Dabei können sich die Teilnehmer zwar austauschen, aber die Begegnungen vor Ort ersetzt das dennoch nicht. Wir wissen, wie wichtig diese für Mutter und Kind ist und wollen deshalb so schnell wie möglich unser Programm wieder aufnehmen“, sagt Reckmann. Viele junge Eltern seien im letzten Jahr ziemlich alleine gewesen und würden sehnlich auf neue Angebote warten.

Andererseits macht sich Reckmann Sorgen, dass einige der jungen Eltern gar nicht mehr mit den Bildungsangeboten in Berührung kommen könnten, da die Kinder bald in eine Kita und die Eltern wieder arbeiten gehen. „Sie verpassen dann viele Anregungen etwa zu Spielen, Ritualen und Liedern, die man gut in den Alltag integrieren kann und haben weniger Möglichkeiten, sich ein eigenes Netzwerk aufzubauen. Reckmann überlegt deshalb, nach dem Lockdown Angebote auch auf den späten Nachmittag zu verlegen, damit die Eltern nach der Arbeit mit ihren Kindern daran teilnehmen können.

Infos gibt es online unter www.rather-familienzentrum.de, per Telefon unter der Nummer 1740146 oder im Rather Familienzentrum am Rather Kreuzweg 43.