Das Rückert-Gymnasium wird umgebaut und IT-Schule.

Bildung : Rückert baut IT-Schwerpunkt aus

Das Gymnasium soll neue Räume erhalten und hofft auf die Talentschule-Förderung.

Für das Friedrich-Rückert-Gymnasium wird es am 7. März spannend. In der Sitzung des Stadtrats soll dann über die Sanierung der Schule diskutiert werden. „Wir hoffen, dass diese beschlossen wird. Das würde eine deutliche Aufwertung des Schulstandortes bedeuten“, sagt Schulleiterin Dorothee Pietzko. Geplant ist, den Betonbau aus den 1970er Jahren, in dem auch das Abendgymnasium untergebracht ist, komplett zu erneuern. Zudem soll ein Anbau für naturwissenschaftliche Fachräume errichtet werden. Im laufenden Schulbetrieb würden die Arbeiten sechs bis sieben Jahre dauern. Um diese Zeit auf zwei Jahre zu verkürzen, soll die gesamte Schule in Container mit Fachräumen und einer Mensa umziehen, die auf einem ehemaligen Sportplatz an der St.-Franziskus-Straße aufgestellt würden. Gibt der Rat seine Zustimmung, könnten die Schüler schon in den Herbstferien umziehen.

Aber nicht nur räumlich stellt sich die Schule neu auf. Am Schulprogramm wird schon länger gearbeitet. So ist das Gymnasium seit 2017 Europaschule. Die Jungen und Mädchen können ab der sechsten Klasse zusätzlich zu Französisch und Latein auch Spanisch als zweite Fremdsprache wählen. Auch das bilinguale Fächerangebot wurde erweitert. Es finden Schüleraustausche statt und Fahrten zu europäischen Einrichtungen etwa in Brüssel und Straßburg.

Die besondere Ausrichtung des Gymnasiums liegt aber im IT-Bereich, sie will IT-freundliche Schule werden. Das Rückert ist schon lange mit flächendeckendem Wlan und Tablets ausgestattet, die 750 Schüler lernen mit digitalen Medien. „Wir haben ein sehr junges Lehrerkollegium, das die neuen Medien gut in den Unterricht einbindet“, sagt die Schulleiterin. Neben den Fächern Informatik und Robotik können die Schüler auch Arbeitsgemeinschaften zum Thema Programmieren belegen.

Um den IT-Schwerpunkt weiter auszubauen, ist die Schule Kooperationen mit Unternehmen wie der Mettmanner Fachhochschule der Wirtschaft und dem Düsseldorfer IT-Dienstleister Datagroup eingegangen. „Uns würde es sehr freuen, wenn uns weitere Unternehmen unterstützen“, sagt Pietzko. Unterstützung erhofft sie sich zudem über das Förderprogramm Talentschule des NRW-Ministeriums für Schule und Bildung. „Eine Schule mit unserem IT-Schwerpunkt ist wichtig für Düsseldorf.“

(brab)
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