Ausstellung : In Rath gibt es viele tolle Nachbarn

Eine Ausstellung rückt die nachbarschaftlichen Beziehungen in den Mittelpunkt. Erklärt wird die Schau in mehreren Sprachen

Es sind manchmal nur Kleinigkeiten, die einen Nachbarn zu einen geschätzten Nachbarn machen. „Meine Nachbarin ist toll, sie nimmt immer meine Päckchen an“, sagt etwa Pia. Und Mücella findet: „Meine Nachbarn sind toll, weil sie immer freundlich grüßen.“ Gesammelt hat diese und weitere Aussagen Monika Reckmann, Leiterin der ASG im Rather Familienzentrum (RFZ). Für das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ wollte sie eine Ausstellung konzipieren, die den Blick auf etwas Positives richtet und zeigt, dass es viele gute Beziehungen im Stadtteil gibt. Dafür hat sie 13 Rather fotografiert und sie zu ihren nachbarschaftlichen Verhältnissen befragt.

„Ich habe dabei auch ganz besondere Geschichten“, sagt Reckmann. Wie von den Nachbarn, die zu Lebensrettern wurden. „Sie haben mir Dampf gemacht, den Arzt zu rufen, und mich dann auf dem langen Weg der Genesung begleitet“, sagt Elke. Reckmann hofft, dass durch die Ausstellung Impulse gesetzt werden, mehr Menschen ihr Umfeld positiv gestalten. „Gerade für Familien ist ein Netzwerk wichtig.“ Wie für Emel, deren Nachbarin immer wieder auf die Kinder aufpasst.

Um möglichst viele Menschen zu erreichen, wendet Reckmann erstmals tragbare Aufnahmegerät an, auf denen die Ausstellungstexte in Arabisch, Türkisch und Persisch aufgesprochen wurden. Sollte das gut funktionieren, sollen die Geräte künftig in die ASG-Arbeit integriert werden. „Wir könnten dann zum Beispiel Beschreibungen von Kursen aufnehmen, die bei Bedarf von unseren Gästen abgehört werden können. So können wir noch viel mehr Inhalte vermitteln“.Die Ausstellung „Mein Nachbar ist toll“, wird bis Mitte Januar im Familienzentrum am Rather Kreuzweg 43 gezeigt.

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