Pro Düsseldorf zeichnet Teilnehmer vom Dreck-weg-Tag mit Goldenen Besen aus

Stadtsauberkeit : Drei goldene Besen für fleißige Müllsammler

Drei Gruppen wurden für ihr Engagement beim Dreck-weg-Tag ausgezeichnet. Das ist für sie Ansporn, sich erneut zu beteiligen.

Die Teilnahme der Regenbogenschule am Dreck-weg-Tag im vergangenen Jahr war eigentlich nur eine konsequente Fortführung des Schulprogramms. Denn die Grundschule beschäftigt sich in vielen Bereichen mit dem Thema Müll und Müllvermeidung. Der Schulhof wird klassenweise gereinigt und die Schüler bringen beispielsweise ihr Pausenbrot in einer Brotdose mit und in jedem Schulraum stehen vier Mülleimer, um den Müll richtig trennen zu können. „Einmal im Monat wird die Klasse gekürt, die am wenigsten Müll produziert und den Müll richtig getrennt hat“, sagt Schulleiterin Astrid Schäfer.

Dieses Engagement wollte die Schule, die von 100 Schülern besucht wird, aber auch nach außen tragen. Am Dreck-weg-Tag im vergangenen Jahr nahm sie deshalb erstmals an der Aktion teil. Die gesamte Schule, einschließlich Lehrer und Erzieher, Praktikanten und Sozialarbeiter, ist unter dem Motto „Wir sind jeck – wir machen den Dreck weg!“ durch Friedrichstadt gezogen, um auf den Gehwegen und den Randstreifen Müll einzusammeln. Insgesamt 14 große Säcke kamen zusammen. „Darunter waren besonders viele Zigarettenkippen, aber auch ein Autositz und ein Computer“, sagt Schäfer.

Auch in diesem Jahr will sich die Schule wieder am Dreck-weg-Tag beteiligen und rechnet damit, dass sich diesmal auch Eltern anschließen werden. Die Motivation ist groß, denn in dieser Woche wurde der Schule von dem Veranstalter, dem Verein Pro Düsseldorf, und Oberbürgermeister Thomas Geisel der Goldene Besen verliehen, der im Eingangsbereich der Schule gut sichtbar aufgehängt wurde. Zur Begründung erklärte der Verein, dass es einmalig sei, dass sich eine komplette Schule so engagiere. Das Preisgeld in Höhe von 400 Euro wird die Schule in ein Insektenhotel investieren.

Ebenfalls ausgezeichnet wurde die Gruppe Rath und Tat, die aus engagierten Bürgern besteht, die sich mit vielen Projekten für ihren Stadtteil einsetzen, diesen lebens- und liebenswerten machen möchten. Seit Jahren gehören sie zum Stammpersonal des Dreck-weg-Tages und werden auch nächsten Samstag wieder in den Straßen von Rath unterwegs sein. Vor zwei Jahren hatte dieses Engagement nachhaltige Folgen: Damals wurden die ersten ehrenamtlichen Mülldetektive, Jupp Becker und Claus-Stephan Emming, eingesetzt. Ihre Aufgabe ist es, Schmuddelecken zu finden oder Hinweise dazu aufzunehmen und dann die Beseitigung zusammen mit der Awista zu organisieren. Das Engagement der Rather ist vorbildlich, betont Pro Düsseldorf, denn dieses ginge auch über den Dreck-weg-Tag hinaus.Den dritten Goldene Besen erhielt der Tauchverein Düssel-Taucher. Die Sportler gehören zu den regelmäßigen Teilnehmern des Dreck-weg-Tages. Sie haben beispielsweise schon den Kö-Graben und den Alten Hafen in der Altstadt von Unrat befreit. Ihre Aktionen garantieren laut Pro Düsseldorf spektakuläre Bilder, weil sie auf besonders sperrigen Müll spezialisiert seien – alte Fahrräder zum Beispiel. „Die Düssel-Taucher sind dort aktiv, wo ein normaler Müllsammler nicht hinkommt. Und deshalb sind sie besonders wichtig“, sagt Pro Düsseldorf-Vorsitzender Ingo Lentz.

Der nächste Dreck-weg-Tag findet nächsten Samstag, 6. April, von 10 bis 13 Uhr statt. Im vergangenen Jahr nahmen daran, trotz nasskaltem Wetter, rund 8000 Bürger teil. Pro Düsseldorf hofft, diese Zahl diesmal noch zu toppen. Die Initiative misst den Erfolg eines solchen Tages allerdings nicht alleine an der Anzahl der Teilnehmer und an der Müllmenge.

Wichtig sei es vor allem, ein Bewusstsein zu schaffen, dass die Menschen in der Stadt ihren Müll nicht weiter unachtsam auf die Straße und in Parks werfen. Wer sich am diesjährigen Dreck-weg-Tag beteiligen möchte, muss sich zuvor anmelden, damit die Awista später weiß, wo sie die Müllberge einsammeln muss. Die Anmeldung ist montags bis freitags zwischen 10 und 15 Uhr telefonisch unter 0211 6006841841 möglich. Die Bürger haben – wie immer am Dreck-weg-Tag – zwei Möglichkeiten mitzumachen: Entweder sie gehen zu einer der zwei zentralen Sammelaktionen an der Theodor-Heuss-Brücke in Niederkassel und am Schützenplatz Garath an der Frankfurter Straße (Haltestelle Garather Kirchweg) oder sie sammeln den Müll an selbst gewählten Stellen in der Stadt.

Müllsucher Claus-Stephan Emming und Jupp Becker (v.l.). Foto: Rath und Tat
Die Düssel-Taucher sind treue Helfer beim Dreck-weg-Tag. Foto: Anne Orthen (ort)/Orthen, Anne (ort)

Die Teilnehmer können, solange der Vorrat reicht, kostenlos Arbeitsgeräte wie Müllsäcke, Handschuhe, Picker und Westen erhalten. Diese werden an den zwei zentralen Sammelstellen am Tag selber ausgegeben oder sind vorab beim Betriebshof der Awista, Auf dem Draap 17, oder bei der PSD Bank Rhein-Ruhr in der Bismarckstraße erhältlich. Weitere Details zur Aktion stehen im Internet unter www.dreck-weg-tag.de.

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