PFT bleibt noch Jahre Thema in Norden von Düsseldorf

PFT-Verunreinigung : PFT bleibt noch Jahre Thema im Düsseldorfer Norden

Das Umweltamt hat einen Zwischenbericht in der Bezirksvertretung 5 zur PFT-Grundwasserreinigung vorgelegt. Verbesserungen schreiten langsam voran.

Seit 2015 läuft im Düsseldorfer Norden die Sanierung des durch perfluorierte Tenside (PFT) verunreinigten Grundwassers. Unter anderem wurden hydraulische Sperren errichtet, damit sich das verunreinigte Grundwasser nicht weiter ausbreitet. In der Bezirksvertretung 5 wurde nun ein Zwischenergebnis der Sanierungen vorgestellt. Dafür wurden im Herbst an 230 Grundwassermessstellen Proben untersucht. Dabei wurde deutlich, dass sich die Sanierungsarbeiten noch über viele Jahre hinziehen werden. Das für Teile von Lohausen, Kalkum und Kaiserswerth aufgestellte Verbot, Grundwasser zum Wässern von Rasen- und Gartenflächen oder in der Landwirtschaft zu nutzen, wird deshalb mindestens bis 2027 bestehen bleiben.

„Grundwasserschäden sind einfach Langzeitschäden. Nichtsdestotrotz sind die bisherigen Maßnahmen aber wirksam“, sagt Inge Bantz vom Umweltamt. Eine Veränderung der Konzentration in den Proben sei erst nach mehrjährigem Betrieb der Anlagen erkennbar. PFT sind synthetisch hergestellte organische Stoffe, die in der Natur nicht vorkommen. Sie sind toxisch, nicht abbaubar und stehen im Verdacht, krebserregend zu sein. Sie gelangten über Löschschaum an vier Stellen auf dem Flughafengelände in den Boden. Dabei handelt es sich um ein ehemaliges Feuerlöschübungsbecken, die Unfallstelle einer Frachtmaschine, die Feuerwache Nord des Flughafens und ein Tanklager. Diese Eintrittsstellen wurden bereits hydraulisch abgeschirmt, um eine weitere Ausbreitung des PFT zu verhindern. Zudem wurden Ende 2015 und im Frühjahr 2016 insgesamt drei Sanierungsbrunnen eingesetzt. Das abgepumpte verunreinigte Grundwasser wird von dort zu einer Sanierungsanlage auf dem Flughafengelände weitergeleitet und gereinigt. Eine weitere Grundwassersanierungsanlage sollte eigentlich dieses Frühjahr in Kalkum gebaut werden. Das wird sich aber um ein Jahr verzögern. „Hauptgrund dafür ist, dass sich insbesondere die Vertragsverhandlungen des Flughafens mit privaten Grundstückseigentümern und dem Bau- und Liegenschaftsbetrie des Landes NRW als sehr langwierig und schwierig erweisen“, sagt die Verwaltung.

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