Düsseldorf Straßenkunst kommt in Pempelforter Galerie

Düsseldorf · Das Straßenkunst-Festival "Turbo Urban" findet ab heute bis zum 25. April in der Galerie "The Box" statt. Neben klassischen Graffiti-Kunstwerken werden auch ausgefallene Objekte präsentiert.

 Die Initiatoren des Ausstellungsprojektes "Turbo Urban", Lisa Florack und Robert Roschwig

Die Initiatoren des Ausstellungsprojektes "Turbo Urban", Lisa Florack und Robert Roschwig

Foto: Hans-Jürgen Bauer

Wer in den letzten Wochen am Schaufenster der Galerie "The Box" an der Duisburger Straße 97 vorbeigekommen ist, wird schon gesehen haben, dass der Raum für eine besondere Ausstellung vorbereitet worden ist. Ein großes, in schwarzer und weißer Farbe gehaltenes Graffiti-Kunstwerk schmückt die hintere Wand. An der Eingangstür hängt ein Pergament, auf dem in Schnörkelschrift die Namen von 31 Künstlern stehen. Sie alle sind Teil des Streetart Festivals "Turbo Urban", das zum vierten Mal in Düsseldorf stattfindet.

Bis zum 25. April dreht sich in der "Box" alles um das Thema Straßenkunst. Ziel der Ausstellung ist es, Streetart-Künstlern eine Plattform zu geben. "Es gibt so viele tolle Künstler, die im stillen Kämmerchen großartige Sachen machen. Ich fände es schade, wenn sie keine Anerkennung kriegen würden", sagt Robert Roschwig, der mit Lisa Florack, Tobias Reimann und Aleksej Weigandt das Projekt "Turbo Urban" organisiert.

Neben bekannten Künstlern wie L.E.T. oder den Mayo Brothers stellen Nachwuchs-Talente ihre Werke aus. Die meisten kommen aus dem Raum Düsseldorf, Neuss und Köln.

Jeder Aussteller konnte bis zu acht Objekte einreichen. "Die Resonanz war enorm", sagt Roschwig. Im vergangenen Jahr wurde nur die rechte Wand in der "Box" mit Bildern behängt. "Dieses Jahr brauchen wir beide Wände. Unsere Ausstellung wird einfach immer größer", freut sich Lisa Florack, die Kommunikationsdesign an der Fachhochschule studiert.

Mit "Turbo Urban" wollen die Macher ein breites Publikum ansprechen. "Streetart ist definitiv eine Form der zeitgenössischen Kunst, der man Beachtung schenken sollte. Es gibt unheimlich viele spannende Arten, sich mit der Kunst auszudrücken", so Roschwig. Die größte Herausforderung für die Organisatoren der Ausstellung bestand darin, die Kunst von der Straße in eine Galerie zu holen. "Manche Sachen, wie zum Beispiel Graffiti-Bilder, lassen sich draußen einfacher realisieren", findet Roschwig.

So vielfältig wie die Straßenkünstler-Szene sind die ausgestellten Objekte. Neben klassischen Bildern und Fotografien von besprühten Wänden werden mit Bändern umwickelte Drahtkonstruktionen des Künstlers Meta gezeigt. "Es ist uns wichtig zu vermitteln, dass Straßenkunst nicht als Geschmiere abgetan wird", sagt Robert Roschwig.

"Turbo Urban" ist mehr als eine klassische Ausstellung. Die Veranstaltung lebt von ihrem Festival-Charakter. "Wir bieten Mitmach-Aktionen und Themenabende an", sagt Roschwig. Es ginge darum, dass man ins Gespräch kommt und gemeinsam etwas macht: "Wir versuchen, möglichst oft vor Ort zu sein. An den Freitagen und Samstagen haben wir auf jeden Fall geöffnet."

(sdt)
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