Pempelfort : Senioren sammeln Unterschriften

Gehbehinderte kritisieren fehlende Bordsteinabsenkungen in Pempelfort.

Senioren in Pempelfort beklagen sich über den Zustand der Gehwege im Kreuzungsbereich von Park-, Gneisenau- und Goebenstraße. Dort gebe es, wie Seniorenbeirätin Marlene Utke berichtet, keinen einzigen abgesenkten Bordstein. Das mache es für Menschen mit Rollatoren nahezu unmöglich, die Straßen zu überqueren und über die grüne Mittelinsel zu gelangen.

Laut Verwaltung wird sich daran sobald auch nichts ändern. Bereits 2009 hat sich das Amt für Verkehrsmanagement mit der Situation befasst. Damals ging es auch darum, eventuell die Grünfläche in der Mitte zu erweitern. Der Plan wurde wieder fallengelassen. Der Weg über die Mittelinsel sei nicht erforderlich, um den Platz zu überqueren, meint die Behörde. Man könne auch "ohne nennenswerte Umwege entlang der Häuser" gehen. Es fehlten zwar tatsächlich Gehwegabsenkungen, bislang lägen dem Amt aber keinerlei Beschwerden darüber vor. Würde man solche Absenkungen schaffen, müssten mindestens zehn Parkplätze wegfallen, sollten die vorgeschriebenen Abstände eingehalten werden. Auch das Kostenargument führt die Verwaltung an, ohne aber konkrete Zahlen zu nennen. Der Platz sei zwar in der Tat für mobilitätseingeschränkte Personen problematisch. Die Nachteile, die eine Umgestaltung mit sich brächte, würden aber überwiegen. Gegen diese Mitteilung der Verwaltung wehren sich jetzt eine ganze Reihe von Betroffenen: Sie habe Seniorenbeirätin Utke eine Unterschriftenliste zugeschickt. Dass es bei insgesamt fünf Straßeneinmündungen keine einzige Abflachung gebe, sei unzumutbar und weit entfernt von einer barrierefreien Stadtgestaltung. Diese Situation sei für alle Anwohner unzumutbar, so die Unterzeichner, ob mit Rollator, Kinderwagen, Rollstuhl oder Einkaufsroller. Parkenden Autos würden mehr Rechte eingeräumt als den Menschen im Viertel. Das Ganze sei eine "unwürdige Situation". Marlene Utke hat die Unterschriftenliste an die Verwaltung weitergeleitet.

(RP)