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Pempelfort: Ritter bauen ihr Zelt an der Eulerstraße auf

Pempelfort : Ritter bauen ihr Zelt an der Eulerstraße auf

Beim großen Budenfest des Kinderhilfezentrums setzten die Veranstalter auf Bewährtes - mit Erfolg.

"Aua", stöhnt Leys. Auf dem Kopf trägt er den Helm einer Ritterrüstung. Gerade hat er einen kleinen Schlag mit einem Schwert darauf bekommen. Zusammen mit Malik probiert der Fünfjährige am Stand des Vereins "Ordo Equester 1288" mittelalterliche Waffen aus. Das Zelt der Mittelaltergruppe ist einer von mehr als dreißig Ständen auf dem "Budenfest" des städtischen Kinderhilfezentrums an der Eulerstraße. Björn Kernchen, ein Mitglied der Mittelaltergruppe, erklärt den beiden Jungen, wie man ein Schwert hält und übt mit ihnen Hufeisenwerfen. "Sind die echt?", fragt Malik.

Einige Meter weiter versuchen kleine Sumo-Ringer in dicken Anzügen, sich gegenseitig von der Matte zu drücken. Andere Kinder klettern gut gesichert eine Hauswand hoch. Kulinarisch ist für jeden Geschmack etwas dabei: Die Geishas mit ihrem japanischen Gebäck ziehen Neugierige an. Auch das Bühnenprogramm ist vielfältig. Pantomime, Zauberkunst, Musik und Tanzvorführungen begeistern Zuschauer.

Für viele ist der Hundeparcours ein Höhepunkt. Dort können Kinder die Therapiehunde der Einrichtung bei einem Hindernislauf dirigieren. "Das finde ich ganz toll", sagt Johanne Ommerborn. "Kinder in der Stadt haben so wenig Kontakt zu Tieren." Die Pempelforterin hat einen Kater. Mit dem geht sie wie mit einem Hund spazieren, allerdings ohne Leine. Lotta wünscht sich einen Hund und ist daher besonders begeistert. "Mein Hund hat immer wieder nach den anderen geschaut, aber ich konnte ihn recht leicht führen", erzählt die Neunjährige stolz. Einige Kinder stehen enttäuscht vor dem Zaun. Damit die vier Hunde nicht zu sehr gestresst werden, können sie nicht den ganzen Tag im Einsatz sein. Nach fünf Runden bekommen sie eine Pause.

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Gabi Esser kommt mit ihrer Familie vom Tombola-Stand. Im Arm trägt sie eine Audioanlage. Die hat sie mit nur drei Losen gewonnen. Die Pempelforterin ist sich allerdings nicht ganz sicher, ob sie sich über ihren großen Gewinn freuen soll. "Na toll, jetzt muss ich das die ganze Zeit tragen", beschwert sich Esser und lacht. "Aber mein Sohn freut sich tierisch." Benjamin macht auch gleich deutlich, dass laute Zeiten auf die Familie zukommen. "Jetzt kann ich volle Kanne Musik hören", ruft der Achtjährige.

Neue Buden gibt es dieses Jahr nicht. Das hat aber einen guten Grund. "Das Fest ist so perfekt geworden, da brauchen wir keine neuen Stände. Da haben wir auch gar keinen Platz mehr für", sagt Helga Welland, die erste Vorsitzende des Vereins Freundeskreis des Kinderhilfezentrums. Schon nächste Woche beginnt die Planung für das Budenfest 2017.

(RP)