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Pempelfort: Radstreifen auf der Kaiserstraße noch in diesem Jahr

Pempelfort : Radstreifen auf der Kaiserstraße noch in diesem Jahr

Da ohnehin die Fahrbahndecke erneuert werden muss, soll Radweg-Markierung schon nach Sommerpause erfolgen.

Im Ordnungs- und Verkehrsausschuss wurde die Neugestaltung der Kaiserstraße, die vor allem einen beidseitigen Radfahrstreifen und damit den Wegfall einer Fahrspur vorsieht, noch als "Perspektivpapier" präsentiert. Doch eine zumindest teilweise Umsetzung kommt schneller als gedacht. Wie der städtische Fahrradbeauftragte Steffen Geibhardt jetzt in der Bezirksvertretung 1 verkündete, soll das Stück zwischen Sternstraße und Klever Straße stadtauswärts bereits direkt nach der Sommerpause einen separaten Radstreifen erhalten. Das hänge damit zusammen, dass die Fahrbahndecke auf diesem Abschnitt ohnehin erneuert werden müsse und man daher die Markierungsarbeiten direkt mit durchführen könne.

Eine Bürgerinformation werde es vorab allerdings nicht geben. Die CDU hatte sogar beantragt, kurzfristig eine richtige Bürgerbeteiligung inklusive Mitspracherecht durchzuführen, das wurde in der Sitzung allerdings mehrheitlich abgelehnt.

Die Umgestaltung der Kaiserstraße findet nicht nur Befürworter. Insbesondere die weitgehende Reduzierung auf zwei Fahrspuren stößt beispielsweise bei der CDU auf Kritik. So glaubt Andreas Schendel (obwohl nach eigener Aussage selbst leidenschaftlicher Radfahrer) nicht, dass etwa für das Stück zwischen Scheiben- und Inselstraße stadteinwärts der Wegfall einer Spur tragbar sei, gerade zu Messezeiten. "Die aktuelle Baustelle dort führt doch schon jetzt ständig zu Staus." Geibhardt stützt sich jedoch auf Zählungen, wonach der Verkehr auf der Kaiserstraße seit den Umbauten rund um den Kö-Bogen insgesamt abgenommen habe (nur noch 70 Prozent von dem, was vorher mal an Belastung da war) - und dass das auch so bleibt. Schendel beklagte ebenfalls den Wegfall der Parkplätze vor der Robert-Schumann-Musikhochschule. "Das sind die Einzigen, die für Gäste der Schüler zur Verfügung stehen." Das sei nun mal der Preis einer optimierten Radwegeführung, so Geibhardt - und nein, die Stadt habe die Musikhochschule nicht gefragt, ob sie die Parkplätze benötigen würde: "Die Antwort hätte ohnehin Ja gelautet." Auf die Frage, mit wie viel Radfahrern er denn auf der Kaiserstraße rechne, wollte sich Geibhardt auch nicht einlassen: "Wir machen eine Angebotsplanung, keine Prognoseplanung."

(RP)