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Projekt an der Sternstraße in Düsseldorf-Pempelfort: Silberlake darf jetzt doch bauen

Stadtentwicklung in Düsseldorf : Jetzt darf Silberlake an der Sternstaße bauen

Drei Versuche brauchte der Investor, um grünes Licht von der Politik zu bekommen. Zuletzt stürmte er türeknallend aus der Sitzung. Jetzt, ein halbes Jahr später, hat er offenbar ein Einsehen gehabt. Statt 46 Mikroappartements will er in Pempelfort 20 Wohnungen bauen.

Dass sich ein Investor in der Sitzung Anfang des Jahres daneben benommen hat, das haben die Mitglieder der Bezirksvertretung 1 nicht vergessen. „Er beleidigte uns und knallte die Türen“, fasste André Simon von der CDU zusammen, „das schickt sich nicht für jemanden, der in Düsseldorf bauen will.“ Grund für den Ausbruch vor sieben Monaten war ein Projekt, das die Silberlake Real Estate Group auf dem Gelände Sternstraße 63 und 65 realisieren wollte.

Zwei Mal kam der Investor ins Gremium, zwei Mal gab es eine klare Absage: Geplant war der Abriss zweier Bestandsgebäude, stattdessen sollte ein fünfgeschossiger Neubau mit 46 Appartements entstehen, die teilweise nur 20 Quadratmeter groß geplant waren. Für die Politik war das Objekt zu wuchtig, es fügte sich nicht in die Umgebung ein, diente in den Augen des Gremiums allein der Renditemaximierung.

Jetzt, knapp ein halbes Jahr später, versuchte es Silberlake wieder, änderte die Pläne so ab, dass er zumindest von SPD und CDU grünes Licht bekam. Das Dach hat er verändert, die Höhe um 30 Zentimeter reduziert, die Zuschnitte der Wohnungen so angepasst, dass jetzt 20 Einheiten entstehen. 16 Wohnungen werden zwischen 58 und 68 Quadratmeter groß sein, vier Wohnungen werden zwischen 88 und 105 Quadratmeter messen.

Weil sich das Haus aber nach wie vor nicht in die Umgebung einfüge, so Daniela Masberg-Eikelau, gab es ein klares Nein von der FDP. „Ich habe immer noch Probleme, das nachzuvollziehen“, sagte Masberg-Eikelau in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung 1. Diesen Punkt griff auch Annette Klinke von den Grünen auf, „wir sind alle nicht glücklich mit dem Paragraphen 34, der nur vorgibt, dass sich ein Neubau in die Umgebung einfügen muss“, so Klinke, die sich bei der Abstimmung schließlich enthielt.

(nika)