Kommen und Gehen : Ein Neuanfang

Saban Emini eröffnete schon einmal ein Restaurant. Obwohl er damit scheiterte, gab er den Traum nicht auf. 

Gemütlich ist wohl das erste Wort, das dem Besucher einfallen wird, wenn er ins „Saban’s“ kommt. Kleine und große Holztische stehen im Restaurant, braune, beige und schwarze Stühle davor. Auf den Tischen sind Vasen platziert, mit Tannenzweigen gefüllt und Weihnachtskugeln dekoriert. Dazwischen Olivenöl- und Essig-Flaschen, so wie Inhaber Saban Emini es gelernt hat, so wie es auch die Griechen gerne machen. Bei einem Griechen hat der 47-Jährige angefangen, 1990 ist er aus Mazedonien gekommen, arbeitete im Pegasos in Unterbilk, mehr als 25 Jahre lang. Bis er entschied, sich selbstständig zu machen. 2016 eröffnete Saban Emini schon einmal ein Restaurant, das „Mesdheu“ an der Kölner/Ecke Gerresheimer Straße. „Mittelmeer heißt das“, erzählt Emini, der den Betrieb nach einem Jahr aufgab, „zu groß, zu hohe Kosten, zu viele Mitarbeiter“, sagt er sehr ehrlich. Aufgeben wollte er den Traum vom eigenen Restaurant aber nicht, arbeitete zwischendurch als Chefkoch im „Bocconcino“ im Hafen, bis er das Lokal an der Fischerstraße entdeckte. „Ich habe wieder bei Null anfangen“, sagt Saban Emini, in einer neuen Umgebung, mit neuen Nachbarn.

Drei Wochen hatte er etwa Zeit, das Lokal zu renovieren. „Hier sah es aus wie in einem Trödelladen“, sagt der Gastronom. Neuer Boden, neue Stühle, neue Farben und jede Menge Bilder für die Wände, „alle von Düsseldorfer Künstlern“. Die Umgebung muss stimmen, findet Emini, der sieben Tage die Woche in seinem Laden stehen wird, als Koch und im Service. Fünf bis sechs Leute arbeiten in seinem Team, schwierig ist es gewesen, gutes Personal zu finden, „das Problem haben viele“. Mediterrane Gerichte stehen auf der Speisekarte, „meine Stärke ist gedünsteter Fisch“, sagt Saban Emini, Dorade oder Loup de mer in Zitronensauce mit Kartoffeln, Möhren, Sellerie, Charlotten, Knoblauch und Zucchini. Für 22,50 gibt es den Fisch, die Lammschulter aus dem Backofen kostet 19,50 Euro.

Besonders gut läuft das Mittagsgeschäft, hat Emini bemerkt, „viele kommen von Gegenüber“. Eine Suppe oder einen kleinen Salat gibt es ab 5,50 Euro, „beliebt ist die Pasta“, sagt der Chef. Frisch sei die, zwar noch nicht selbst gemacht, „das kommt aber noch, wir warten auf die Maschine“, erzählt Emini. Sogar das Brot ist selbst gebacken, solche Details sind dem Inhaber des „Saban’s“ wichtig, solche Details sind es, warum Gäste wiederkommen.

Für Hobbys hat Saban Emini im Augenblick keine Zeit, die Gastronomie ist ein hartes Geschäft. Manchmal helfen ihm seine Kinder im Restaurant, die Tochter ist schon erwachsen, „und mein Sohn mit seinen 15 macht mit“. Saban Emini sagt von sich selbst, dass er ein Kämpfer ist, „ich habe immer meinen Namen gezeigt“, sagt Emini, auch, als sein erstes Projekt nicht so lief, wie er es gehofft hat. In Pempelfort will er alt werden und wenn er einen Wunsch frei hätte, würde er gerne einen Ort schaffen, an dem Gäste mit Vertrauen und in guter Atmosphäre zusammenkommen.

Saban’s Café & Restaurant, Fischerstraße 1, geöffnet Mo. bis Fr., 11.30 bis 15 und 17 bis 23 Uhr, Sa., 17 bis 23 Uhr, So. 11.30 bis 23 Uhr. www.sabans-restaurant.eatbu.com

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