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Düsseldorf: Haltestelle Venloer Straße in Pempelfort wird umgebaut

Verkehr in Düsseldorf : Haltestelle Venloer Straße wird umgebaut

Bei der Maßnahme im Herbst 2021 wird es eine temporäre Vollsperrung der Nordstraße geben. Ein Teil der Nordstraße wird dann für die Dauer von drei bis vier Monaten gesperrt, die Straßenbahnlinien werden umgeleitet.

Viele Rheinbahn-Haltestellen werden derzeit barrierefrei umgebaut, selten ist der Aufwand jedoch derart groß wie bei der Maßnahme an der Nord-/Venloerstraße. Diese wird zwar erst im Herbst 2021 umgesetzt, doch Anwohner und Geschäftsleute sollten sich den Termin jetzt schon mal im Kalender rot anstreichen.

Für die Baumaßnahme ist ein Zeitraum von drei bis vier Monaten vorgesehen. Während dieser Zeit ist für den Individualverkehr eine Vollsperrung der Nordstraße zwischen der Kaiserwerther Straße im Süden und der Schwerinstraße im Norden erforderlich. Die Straßenbahnlinien 701, 705 und 707 werden währenddessen umgeleitet. Die Kosten sollen sich auf rund 1,4 Millionen Euro belaufen.

Hamit Özdemir von der Abteilung Verkehrsanlagen und Streckenplanung der Rheinbahn stellte die Maßnahme in der Bezirksvertretung 1 vor. Demnach sollen die aktuell drei Seitenbahnsteige der Haltestelle Venloer Straße zu einem 60 Meter langen, drei Meter breiten und entsprechend barrierefreien Bahnsteig zusammengelegt werden, der sich dann Richtung Dreieck ungefähr auf Höhe der Gaststätte Himmel & Ähd befindet, die Spitze wird bis zur Parkstraße reichen. „Dafür müssen wir auch in den Straßenraum. Elf Parkplätze werden wegfallen, drei neue entstehen, drei Bäume, die zu nah am Bahnsteig stehen würden, müssen gefällt werden“, so Özdemir. Das Himmel & Ähd muss einen Teil seiner Terrasse abgeben, erhält diesen an anderer Stelle aber wieder zugesprochen. Die Außengastronomie wird auf der gesamten Länge durch eine Spritzschutzwand räumlich vom Bahnsteig getrennt.

Auf Drängen der Werbegemeinschaft an der Nordstraße bleibt die Ladezone vor der Hausnummer 45 erhalten, auf eine weitere vor der Hausnummer 55 kann jedoch verzichtet werden. Wermutstropfen: Aufgrund der geringen Breite des Straßenseitenraums ist es laut Rheinbahn auch im Rahmen des Umbaus nicht möglich, einen Radweg in der Nordstraße anzubieten. Um den Radfahrern jedoch zumindest die Vorbeifahrt am barrierefreien Bahnsteig zu erleichtern, ist im Rahmen eines Pilotprojekts der Einbau eines „velosicheren Gleises“ jeweils vor und hinter dem Bahnsteig geplant.

In die Rillenschienen wird ein Kunststoff eingebaut, der durch die schwere Bahn heruntergedrückt wird, bei Radfahrern, Fußgängern oder auch Nutzern von Rollatoren mit vergleichsweise geringem Gewicht hält die Masse aber stand. „Sollten sich wie erwartet sowohl die Wirkung als auch die Kosten des Pilotprojekts positiv darstellen, kann auch in Gegenrichtung sowie an anderen vergleichbaren Situationen über einen späteren Einbau dieses Systems im Rahmen einer Gleiserneuerung nachgedacht werden“, heißt es in der Beschlussvorlage.