Pempelfort: Diskussion um erstes Fahrradhäuschen in Pempelfort

Pempelfort: Diskussion um erstes Fahrradhäuschen in Pempelfort

Fast eine Dreiviertelstunde diskutierten die Mitglieder der Bezirksvertretung 1 über das geplante Fahrradhäuschen an der Scharnhorststraße - vor allem die CDU hatte noch einige Bedenken zum Konzept, das im November 2016 vom Ordnungs- und Verkehrsausschuss beschlossen wurde. Die Idee ist simpel: Die Stadt bezuschusst die ersten zehn Häuschen, für die Privatpersonen einen Antrag gestellt haben, mit 90 Prozent der Herstellungskosten aus Stellplatzablösemitteln. Anschließend kümmert sich der Antragsteller um das Fahrradhäuschen, "gut möglich, dass er auch Miete dafür nimmt", hieß es von der Verwaltung in der Sitzung der Bezirksvertretung. Das aber passte den Christdemokraten gar nicht, "die Stadt zahlt das Häuschen und ein Dritter bekommt den Erlös", sagte André Simon (CDU) irritiert. Möglich sei aber auch, dass sich eine Eigentümergemeinschaft bilde, erklärte die Verwaltung, die sich das Modell bei anderen Städten abgeschaut hat, damit den Radverkehr in der Stadt fördern will und dafür auch den Wegfall von zwei Stellplätzen in Kauf nimmt.

Man will den Bedürfnissen der Anwohner nachkommen, unterstützte Bezirksbürgermeistern Marina Spillner (SPD) den Vortrag der Verwaltung, "die Häuschen würden das wilde Fahrradparken ordnen", sagte sie. Häufig habe sie schon Beschwerden bekommen, vor allem von Senioren. Spillner wünscht sich, dass sich Nachbarschaftsgemeinschaften bilden. Unzureichend war für Simon die Vorlage, der er nicht zustimmen wollte, die erste stellvertretende Bezirksbürgermeisterin Sabine Schmidt (CDU) befürwortete dagegen den Versuch, "auch wenn ich den Standort schlecht finde", sagte sie. Mit zehn zu sechs Stimmen bei zwei Enthaltungen hatte man sich dann schließlich für den Aufbau des ersten Fahrradhäuschens der Stadt entschieden, das von der Stadt finanziert wird. 1,5 mal 4,64 Meter misst das Häuschen, drei Meter hoch soll es sein. Es fasst zehn Räder normaler Größe, vier Farben hat die Stadt für die Außenwand vorgegeben, das System soll wie bei einer Anwohnerquartiersgarage funktionieren. Transportabel soll das Häuschen sein, das an der Einmündung zur Eulerstraße aufgebaut werden soll.

(RP)