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Designermöbel der 1960er-Jahre in Düsseldorf voll im Trend 

Einkaufen in Düsseldorf : Der Experte für Schwanensessel und Fiberglasstühle

Norman Henry hat kürzlich einen zweiten Showroom eröffnet. Der 25-Jährige verkauft hochwertige Designermöbel aus den 1950er, 60er und 70er Jahren.

Seine Leidenschaft für Möbel und andere Einrichtungsgegenstände vergangener Zeiten habe er von Vater und Mutter bekommen, sagt Norman Henry Schichtel. „Meine Eltern sind Architekten und haben mir den Sinn für Möbel mit in die Wiege gelegt.“ Ebenso wie die Eltern hat auch er begonnen, Tische, Stühle und Sessel aus den 1950er, 60er und den 70er Jahren zu sammeln. Nun hat er ein Geschäft aus diesem Hobby gemacht. In zwei Showrooms kauft und verkauft er gut erhaltene Designklassiker.

Zuerst organisierte er sein Geschäft als Online-Shop, die eingekauften Möbel lagerte er in einem Keller. „Aber schöne Objekte zu verkaufen ohne Showroom war nicht so optimal“, sagt der 25-Jährige und ging auf die Suche nach einem Ladenlokal. Ende 2019 mietete er eine ehemalige Trinkhalle an der Parkstraße, er baute den Raum um und stellte die Möbel aus. „Aber der Laden war zu klein“, erzählt er, „die Kunden wollten mehr Möbel sehen.“ Ein größerer Raum musste her, durch Zufall entdeckte der Möbelspezialist einen Leerstand ganz in Nähe seines ersten Geschäfts. Im späten Herbst dieses Jahres eröffnete Norman Henry nach aufwendigen Umbauarbeiten den großen Showroom an der Ecke Ludwig-Wolker-/ Prinz-Georg-Straße.

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Viele gut erhaltene Möbel aus den Jahren von 1950 bis in die späten 1970er Jahre gibt es dort zu sehen und zu kaufen. Etwa den  original „Schwanensessel“, den der Designer Arne Jacobsen Ende der 1950er Jahre entworfen hat. Das gut erhaltene Sitzmöbel kann für einen vierstelligen Euro-Betrag gekauft werden. Teuer für einen gebrauchten Stuhl – vielleicht, aber Sammler und Liebhaber bestätigen den Wert. „Der Schwanensessel wird heute noch immer hergestellt und kostet dann fast 6000 Euro“, sagt Norman Henry. Auch andere Möbel werden ihre Käufer finden. Der Willow-Chair von Designer Charles Rennie Mackintosh etwa zieht mit den gebogenen Gitterwerk­rücken aus schwarz gebeiztem Holz die Blicke auf sich ebenso wie die schlichteren Stühle aus Fiberglas von Designer Charles Eames. Zudem sind viele weitere Exponate ausgestellt, so wie ein großer Esstisch, ein Schreibtisch, einige Wandlampen und Barhocker von Designer Piet Hein aus den 1960er-Jahren.

 Der 25-Jährge hat für das ZDF bei „Bares für Rares“ gearbeitet.
Der 25-Jährge hat für das ZDF bei „Bares für Rares“ gearbeitet. Foto: Holger Lodahl

Angeboten werden dem Pempelforter Händler die Möbel von Wohnungsauflösungen sowie von Menschen, die sie selbst lange Zeit benutzt haben, inzwischen aber etwas Neues möchten. Norman Henry schätzt den Wert der Artikel ein und verhandelt mit den Verkäufern – ein Konzept, das zurzeit auch in mehreren TV-Sendungen erfolgreich gezeigt wird. Für eine dieser Sendungen hat Norman Henry sogar gearbeitet. „Ich habe in Köln eine Ausbildung zum Mediengestalter für Ton und Bild gemacht und arbeitete hinter der Kamera bei der ZDF-Sendung Bares für Rares“, erzählt er. Wenn die Studiogäste ihre Möbel den Experten vor der Kamera und Moderator Horst Lichter angeboten haben, hätte er manchmal gern mitgeboten, sagt Norman Henry, so dass die Arbeit hinter der Kamera ihm irgendwann als nicht mehr befriedigend erschien. „In meinen zwei Showrooms in Pempelfort betreibe ich nun einen klassischen An- und Verkauf“, sagt er. Hochwertige Vintage-Möbel liegen bei Kennern im Trend, „vor allem in Zeiten der Pandemie, in der eine schöne Wohnung eine wichtigere Rolle spielt.“

Info Norman Henry, Parkstraße 67a und Ludwig-Wolker-Straße 1, montags bis freitags, 17 bis 20 Uhr und samstags 14 bis 18 Uhr, www.normanhenry.de