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Wersten: Ortsbegehung an der Hügelstraße

Wersten : Ortsbegehung an der Hügelstraße

Vertreter der Stadt, Politiker und Eigentümer der umstrittenen Gärten an der Hügelstraße haben vor Ort nach einer Einigung gesucht. Die zum Teil ungepflegt aussehende Anlage ist Anwohnern und Stadtteilpolitik ein Dorn im Auge.

Bei einer Begehung des Grüngürtels entlang der Hügelstraße 70-76 haben die verschiedenen Parteien darüber gesprochen, wie das Gelände zur Zufriedenheit aller Beteiligten entwickelt werden kann. Anwohner hatten sich an die Politik gewendet, weil sie sich sorgten, dass die Gärten, die seit einem Jahr neue Eigentümer haben, verwahrlosen. Bei der Begehung fanden sich viele Anregungen, wie die Lage verbessert werden kann.

In der Tat bietet ein verdreckter Wohnwagen samt Vorzelt im gleichen Zustand zu Anfang des Geländes einen wenig erfreulichen Anblick. Die Parzelle zählt zu dem Gelände, das die Deutsche Gartenland im vergangenen Jahr an mehrere Eigentümer verkauft hatte. Die Erwerber waren Gartenfreunde aus der Stadt, die sich hier ein grünes Refugium schaffen wollen.

Allerdings verwies die Politik auf den gültigen Bebauungsplan (Nr. 5872/19), der auf dem Gelände Tennisplätze sowie eine Tennishalle vorsieht. Die Bauaufsicht drohte, dass gegebenenfalls alle bisher errichteten Lauben beseitigt werden müssten. Die Garteneigentümer sehen sich von der Deutschen Gartenland getäuscht, und auch das Verhalten des Gartenland-Geschäftsführers Niels Hardorp gegenüber der Stadt war nicht von Kooperationswillen geprägt. Dass man dies besser machen kann, zeigte die Begehung des Geländes, die auf Anregung von RP-Redakteurin Andrea Röhrig zustande gekommen war.

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Bezirksvorsteher Heinz-Leo Schuth und BV-9-Mitglied Ernst Welski ließen sich von den Eigentümern Peter Sonnenschein, Michael Mede und Peter Ambos das Gartenkonzept, das sich von den üblichen Kleingarten-Normierungen abheben will, erläutern. Im Vorfeld hatte Ulrike Lappesen, Leiterin des Bauaufsichtsamts, signalisiert, dass auch die Stadt an einer gütlichen Einigung interessiert sei. Auf dem Gelände ist bereits mehr geschehen, als es von der Straße her den Eindruck macht, und vieles zeigt eine ausgeprägte Gartenliebe. "Letztlich ist es auch die ungewisse Rechtslage, die manche davon abgehalten hat, zu investieren", gibt Peter Ambos zu bedenken. Er hofft auf einen Parallelfall in Bottrop, wo sich Garteneigentümer mit der Stadt einigen konnten.

Beim Blick auf die Wasserversorgung tauchte die Frage nach der Entsorgung der Abwässer auf. Zwar würde dieses Problem derzeit noch individuell gelöst, aber einem Anschluss an das öffentliche Kanalnetz würde sich niemand versperren, erklärten Sonnenschein, Mede und Ambos, die nach eigenen Angaben für 90 Prozent der Garteneigentümer sprechen könnten. Die Beachtung des Umweltschutzes und die Art der Grundstücksbebauung sind wohl die wesentlichen Bedingungen für eine zukünftige Einigung mit der Stadt. Dass jeder Garten für sich auch einen Beitrag zum Umweltschutz leistet, beweist Thorsten Rosner. "Was ich hier an Altlasten wie Fässer und Müll aus dem Boden geholt habe, glaubt mir keiner, aber demnächst baue ich auf Hochbeeten mein eigenes Gemüse an", so der Düsseldorfer zuversichtlich, der den Garten für Familientreffen nutzen will. In der Bezirksvertretungs-Sitzung am 23. November will Schuth die Fraktionen informieren.

(sb-)