Oberkassel: Vorstand hat den Belsenplatz im Fokus

Oberkassel: Vorstand hat den Belsenplatz im Fokus

Neben der Kultur hat der Verschönerungsverein auch Verkehr und Wohnungsbau auf der Agenda.

Der Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV) hat sich auch für dieses Jahr viel vorgenommen. Das heißt, es sind eher die Probleme, die mitgeschleppt werden und von Jahr zu Jahr auf eine Lösung warten. Die Anliegen der beiden Vorsitzenden Georg Eiker und Richard Riekenbrauk:

Verkehr Ein Dorn im Auge des VVV ist der Zustand des Belsenplatzes, der mit seinen vielen Fahrbeziehungen eher ein quirliger Verkehrsknoten ist. Damit stimmt der VVV-Vorstand mit den linksrheinischen Bezirksvertretern überein. Denn die haben jüngst die Verwaltung erneut um ein städtebauliches Konzept gebeten. Bevor der Vorstand zum wiederholten Mal an sein vor zig Jahren eingereichtes Konzept erinnert, "wollen wir abwarten, was die Stadt den Stadtteilpolitikern vorstellen wird", so Eiker. Er hoffe auf einen Hochbahnsteig, der alle vorhandenen Haltestellen bündelt. Auch der Autoverkehr sollte so angelegt werden, damit "die unsägliche Umfahrung des Barbarossaplatzes vermieden wird".

Wohnungsbau Kritisiert wird der Abriss von Altbauten zugunsten von Luxuswohnungen. Beispiel: der Abriss der Häuser Quirinstraße 7 bis 9. "Es ist eine Schande, dass diese Häuser, in denen es noch preisgünstige Wohnungen gibt, verschwinden sollen", so die Vorsitzenden. Der soziale Frieden sei in Gefahr, es sollte mit mehr Augenmaß gebaut werden.

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Umwelt Ein weiterer Knackpunkt ist die alljährliche Düngung der Wiesen zwischen Sommer- und Winterdeich in Niederkassel. Eiker: "Da werden Hauseigentümer verpflichtet, ihre Abwasserkanäle zu prüfen, damit keine Fäkalien ins Grundwasser gelangen." Gleichzeitig erlaube man den Holländern, Gülle in einer Wasserschutzzone zu versprühen.

Kunst und Kultur Der im vergangenen Jahr initiierte Hot Club d'Oberkassel sorgt regelmäßig für ein volles Haus. Am 15. März ist bereits das nächste Konzert in den Geschäftsräumen, San-Remo-Straße 6. Diesmal mit dem "Trio Coltello". Auch die gemeinsam mit dem Cecilien-Gymnasium gepflegte Reihe "Kunst macht Schule" geht in die nächste Runde. Vor den Sommerferien stellen die Schüler ihre Interpretationen zu den Arbeiten der Bildhauerin Ulrike Kessl aus, im Herbst wird dann ein neuer Künstler vorgestellt.

(RP)
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