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Umbau des Belsenplatz in Düsseldorf-Oberkassel: So soll es weitergehen

Stadtplanung in Düsseldorf : So geht es mit der Planung für den Belsenplatz weiter

Die zentrale Fläche ist eine verkehrliche Katastrophe. Es gibt derzeit eigentlich nicht genug Platz für Autos, ÖPNV, Fahrräder und Fußgänger, die den Verkehrsknotenpunkt trotzdem alle nutzen müssen.

Die Planungen für den Belsenplatz sind einen Schritt weiter. Im Frühjahr hatte die Bezirksvertretung 4 dem Ordnungs- und Verkehrsausschuss empfohlen, bei der Stadt ein Planungskonzept in Auftrag zu geben, was dann auch von den Ausschussmitgliedern einstimmig umgesetzt wurde. In dem Konzept sollen verschiedene Stimmen berücksichtigt werden in Form von Beteiligungsprozessen – Kostenpflichtiger Inhalt Rheinbahn, Verkehrsexperten, der Verkehrs- und Verschönerungsverein, aber auch Bewohner des Stadtteils – mit dem Ziel eines Gestaltungswettbewerbes.

Das Amt für Verkehrsmanagement hat im Sommer 2020 schon eine Beschlussvorlage zur Herbeiführung eines Bedarfsbeschlusses „Umbau Belsenplatz – Herstellung barrierefreier Zugänge zum ÖPNV sowie stadträumliche Aufwertung der Platz- und Verkehrsflächen“ erarbeitet. In dem Entwurf ist auch ein Planungsworkshop mit externen Planern und Beteiligung der Öffentlichkeit vorgesehen. Um die dabei gewonnenen Erkenntnisse zu einem einheitlichen Planungsergebnis zusammenführen zu können, soll der Workshop zum Umfeld parallel zur verkehrlichen Neugestaltung des Belsenplatz stattfinden.

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Der Umbau der Stadtbahnhaltestelle Belsenplatz ist 2017 vom Rat der Stadt beschlossen und auf der Prioritätenliste Hochbahnsteige auf Rang eins gelistet worden. Die Kosten für das Gesamtprojekt werden auf rund 30 Millionen Euro geschätzt. Sobald die Finanzsituation die weiteren Planungsschritte ermöglicht, wird die Verwaltung den Prozess fortsetzen. Zunächst würde dann der Bedarfsbeschluss mit dem geplanten Workshop in die Bezirksvertretung 4 zur Anhörung eingebracht, um dann vom Ordnungs- und Verkehrsausschuss beschlossen zu werden.

Dass sich etwas tun muss rund um den Belsenplatz, davon sind Politik wie Stadt überzeugt. Denn der Belsenplatz ist verkehrstechnisch eine Katastrophe. Sieben Buslinien fahren die Haltestellen an und fünf Straßenbahnlinien. Dazu kommt der tägliche Individualverkehr, der von Hansaallee und Belsenstraße über den Belsenplatz in Richtung Innenstadt unterwegs ist und irgendwann wieder zurück will. Für Radfahrer und Fußgänger bleibt nur noch wenig Platz. Wegen der unübersichtlichen sternförmigen Verkehrsführung und den verschiedenen Haltestellen gibt es oft ein Durcheinander dort.