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Oberkassel: Tiefgarage: Betreiber wirbt mit Aktionen

Oberkassel : Tiefgarage: Betreiber wirbt mit Aktionen

Die linksrheinischen Bezirksvertreter verlangen von der Verwaltung ein Konzept zur besseren Parkraumüberwachung.

Wie kann die Parksituation in Oberkassel verbessert werden? Mit dieser Frage beschäftigten sich die linksrheinischen Bezirksvertreter während ihrer jüngsten Sitzung.

Die FDP hatte dazu einen Antrag gestellt, mit dem sie die Verwaltung auffordert, zur nächsten Sitzung am 26. Februar ein geeignetes Konzept zur besseren Parkraumbewirtschaftung und -überwachung südlich der Luegallee vorzulegen. Ulrich Peters (FDP): "Knöllchen allein zeigen keine Wirkung, im Notfall darf vor vermehrtem Abschleppen nicht zurückgeschreckt werden." Die CDU ergänzte den Antrag und verlangt einen detaillierten Bericht darüber, wann und wo der Parkraum in den vergangenen Monaten überwacht worden sei. Im Fokus stehen die Autofahrer, die Kreuzungen zugeparkt und ihr Auto in zweiter Reihe abgestellt haben.

Grüne und SPD kritisierten zunächst das Vorpreschen von FDP und CDU. Tobias Kühbacher (SPD): "Das ist für unsere gemeinsame Arbeit nicht zuträglich. Denn wir haben das Thema immer angemahnt und eine Änderung beziehungsweise Erweiterung der Anwohnerparkzeiten vorgeschlagen." Bezirksvorsteher Rolf Tups (CDU) gab zu bedenken, dass eine Änderung des Anwohnerparkens heikel sei, weil dann andere Wohngebiete im Linksrheinischen darunter leiden könnten. "Diese Art von begünstigtem Parken für Anwohner wird nicht mehr praktiziert. Rütteln wir daran, riskieren wir, dass es ganz aufgehoben wird." Trotzdem herrscht in der Sache Einigkeit. Alle Parteien wollen den ruhenden Verkehr in den Griff bekommen. So wurden die Anträge von CDU und FDP akzeptiert mit dem Zusatz, das gesamte linksrheinische Gebiet einzubeziehen, weil es auch an anderen Stellen Probleme gebe, beispielsweise an Viersener- und Neersener Straße.

In einem ersten Schritt geht es nun um den Bereich südlich der Luegallee. Denn dort gibt es seit sieben Monaten eine nagelneue Tiefgarage, die kaum einer nutzt. Stattdessen suchen die Autofahrer nach Lücken auf den Straßen und schrecken sogar nicht davor zurück, ihr Auto vor die Ein- und Ausfahrt der Tiefgarage zu stellen, weil sie "mal eben zur Bank" wollen. Neuerdings hat der Parkhausbetreiber "Park One" die Einfahrt mit einem Transparent beleuchtet und eine Markierung auf der Straße angebracht, die die Autofahrer animieren soll einzufahren. Was noch an dieser Stelle fehlt, ist ein Kasten am rechten Pfosten, damit die Kabel nicht mehr sichtbar sind. "Wird in Kürze erledigt", verspricht Günter Weber, der gute Geist des Parkhauses. Unermüdlich wirbt er für "seine" Garage, verteilt Flyer an Autofahrer oder klemmt sie an die Windschutzscheibe. Er scheut sich auch nicht, Klinkenputzen zu gehen. So sucht er beispielsweise das Gespräch mit Geschäftsleuten, denen er Geldwertkarten in unterschiedlicher Höhe verkauft. Diese Karten können die Kaufleute dann ihren Kunden weitergeben, die dann verbilligt parken dürfen. "Die Nachfrage seitens der Unternehmer ist noch zögerlich", sagt Weber, der insgesamt aber feststellt: "Es kommt Bewegung ins Parkhaus." So seien von den 350 Stellplätzen 60 bis 70 an Dauerparker vermietet. Wer einen festen Platz miete, der immer für ihn frei sei, zahle 199 Euro im Monat. Die frei verfügbaren Plätze — der Autofahrer hat die Wahl, wo er sein Auto abstellt — kosten 139 Euro im Monat. "Dafür bekommt er ein helles, freundliches Parkhaus ohne Angsträume", wie Weber versichert.

(RP)