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Oberkassel: Staatspreisträger zeigen ihre Kunst

Oberkassel : Staatspreisträger zeigen ihre Kunst

Der Verkehrs- und Verschönerungsverein lädt fürs Wochenende zur Weihnachtsausstellung in seine Geschäftsräume ein. Zum Abschluss des Jahres haben sich diesmal Oberkasseler Kreative zusammengetan.

"Kunst aus der Columbusstraße" könnte über der kleinen aber feinen Ausstellung stehen. Sie zeigt am Wochenende im Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV) Exponate, die als Weihnachtspräsente erworben werden können. "Wir möchten kreative Anregungen geben", fasst Wolfgang Horn zusammen. Er selbst stellt Grafiken mit "textilen Anmutungen und gegenteiligen Verschachtelungen" aus, teils als Digitalprint erarbeitet. Der Oberkasseler ist auch gewissermaßen Initiator dieser Ausstellung. Gemeinsam mit VVV-Beiratsmitglied Marcus Dinslage hat er die Idee entwickelt, Arbeiten Oberkasseler Künstler in einer Präsentation zusammenzuführen. Dass der VVV unter anderem mit der Zurverfügungstellung seiner Räume die Umsetzung dieses Projekts unterstützt, freut Wolfgang Horn ebenso wie die Teilnahme von drei Künstlern, die mit dem Staatspreis NRW ausgezeichneten wurden. Auch sie leben und arbeiten in der Columbusstraße oder in unmittelbarer Nähe: "Wir kennen uns alle." Florian Beckers allerdings ist mittlerweile an der Himmelgeister Straße zu Hause, aber seine Eltern leben noch immer linksrheinisch und sein Vater, Künstler Lambert Beckers, ist ebenfalls in der Ausstellung vertreten.

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Als Florian Beckers 2001 mit dem "Manufactum-Staatspreis NRW" ausgezeichnet wurde, war er nicht am Rhein, sondern studierte im Rahmen des "Villa Massimo"-Stipendium" in Barcelona. Seine Fotografien sind Bilder, die aus der Dunkelheit auftauchen und dort auch wieder teilweise verschwinden. Es bleibt dann dem Betrachter überlassen, sie mit Fantasie zu füllen. Ähnliches verlangen die Arbeiten von Barbara Esser. Auch die Textilkünstlerin ist Staatspreisträgerin. 2007 erhielt sie diese Anerkennung für ihre handwerkliche Kunst und zeigt in der Weihnachtsausstellung Fragmente ihrer Arbeiten, Ausschnitte, die Spannungsfelder erzeugen und unter anderem mittels 81 Reihen farbiger Baumwolle trotz jeweils identischer Breite "ein Spiel mit der Tiefenwirkung" erzeugen. Der dritte Staatspreisträger NRW (2009) ist Michael Berger. Seine im Atelier in Oberkassel entstehenden, mit Perlen oder Edelsteinen besetzten Ringe aus Edelstahl, Gelb- und Weißgold faszinieren durch die Bewegung, die einzelne kinetische Elemente erzeugen. Der in Johannesburg geborene Goldschmiedemeister arbeitete unter anderem in Düsseldorf mit Friedrich Becker, dem Schöpfer des "kinetischen" Schmucks zusammen.

Eine ganz andere Wirkung geht von Lambert Beckers Malerei aus. Die Bilder des Kunstpädagogen und Malers sind der Natur gewidmet. Leicht abstrahiert und in harmonischer Farbgebung verströmen sie Poesie und ermöglichen dem Betrachter, immer neue Sichtweisen zu platzieren. Danach verlangen auch die Digital-Fine-Art-Prints von Günter Kuschmann. Die Fotografien beziehen sich auf die fantasievolle Auseinandersetzung mit Alltäglichem und beanspruchen detaillierte Erkundung.

Kreativ, aber mit klarer Aussage präsentieren sich dagegen als Kontrast die Städte- und Landschaftsfotos von Ulrich Otte. Er ist mit dem VVV verbunden und hat sich mit Postern für Ober- und Niederkassel oder Panoramabildern einen Namen gemacht. Derartige Ansichten könnten - wie alle gezeigten Arbeiten - eine neue Sicht auf die Oberkasseler Kunstszene vermitteln und auch ein Highlight unter dem Tannenbaum werden. Verkehrs- und Verschönerungsverein, San Remo Straße 6, Samstag und Sonntag 15 bis 19 Uhr.

(RP)