Oberkassel: Platanen haben eine stadtbildprägende Funktion

Oberkassel: Platanen haben eine stadtbildprägende Funktion

Im Sommer sind die Platanen auf der Luegallee und den Ringen (Kaiser-Friedrich- und Kaiser-Wilhelm-) mit ihrem schirmähnlichen Blätterdach schön anzusehen und willkommene Schattenspender. Im Frühjahr aber, wenn die Triebe des vergangenen Jahres entfernt worden sind, sind sie mit ihren Stümpfen eher in einem bemitleidenswerten Zustand. Grund für Georg Blanchard (Linke) die Verwaltung zu fragen, ob die "Verkrüppelungen der Platanen" sinnvoll und womöglich zu umgehen sei. Die Verwaltung teilte daraufhin mit, dass gerade diese Bäume eine stadtbildprägende Funktion erfüllten. Um diese besondere Kronenform zu erreichen, würden sie als sogenannte Formschnittgehölze bereits in der Baumschule über mehrere Jahre gezielt herangezogen.

"Damit die markante Silhouette der Platanen auf Dauer erhalten bleibt, ist ein regelmäßiger Rückschnitt notwendig", sagte Bezirksverwaltungschefin Iris Bürger. Platanen seien für diese Art der "Formgehölze" besonders geeignet, weil sie den Schnitt gut vertrügen. "Die Exemplare in Oberkassel seien inzwischen 70 Jahre alt und zeichneten sich durch eine gute Qualität aus." Seitens der Politik gab es keine Einwände. Die SPD sprach sich dafür aus, den Wiedererkennungswert durch die gestutzten Platanenreihen zu erhalten. Allerdings wollte sie wissen, wie es sich mit den Arbeitsschutz verhält. Denn wer die Schnitter beobachtet, der weiß, dass sie teils halsbrecherisch in den Ästen hängen würden, um die langen Triebe zu entfernen. "Eine gefährliche Arbeit", so Tobias Kühbacher.

(hiw)