Oberkassel: Neue internationale Kita in Oberkassel

Düsseldorf Oberkassel : Neue internationale Kita für Oberkassel

Am Niederkasseler Kirchweg ist eine englischsprachige Kita geplant. Sie ist ein Ableger der Neusser Internationalen Schule.

Das Gebäude der ehemaligen Ballettschule der Düsseldorfer Deutschen Oper am Rhein ist bereits abgebrochen. Jetzt wird auf dem Grundstück am Niederkasseler Kirchweg 36 eine englischsprachige internationale Kita für 110 Kinder ab drei Jahren realisiert. Das künftige Gebäude entsteht freistehend in Nachbarschaft zur Japanischen Internationalen Schule und wird direkt an den Niederkasseler Kirchweg grenzen, davor sind vier durch etwas Grün und ein Bäumchen eingefasste Parkplätze vorgesehen. Der eingeschossige Baukörper entsteht in Halbkreisform und hat eine Höhe von etwa sieben Metern. Neben Gruppenräumen soll das Gebäude eine Küche, einen Elternraum und einen „Movement Room“ zum Tanzen und Bewegen aufnehmen.

Die linksrheinischen Bezirksvertreter haben den Bauantrag mehrheitlich genehmigt und somit die Befreiungen vom „einfachen Bebauungsplan“, der eine Volksschule mit Schulsportplatz ausweist, akzeptiert. Demnach erfolgt die Beurteilung nach Paragraf 34 (muss sich in die Umgebung einfügen). Markus Loh, Sprecher der Grünen-Fraktion, kritisiert, dass auf den ehemaligen Vorgarten des einst zurückgesetzten Balletthauses am Niederkasseler Kirchweg zugunsten von Parkplätzen verzichtet werde. Zudem würden auch noch zwei Bäume gefällt. Stadtplaner Stefan Hutmacher sagte: „Die Parkplätze sind immer wieder hin und hergeschoben worden, an anderer Stelle hätten sie viel mehr Bäume gekostet.“ Trotzdem lehnten die Grünen den Architektenplan rundweg ab. Er füge sich nicht in die Umgebung, die Außenanlagen seien lieblos gestaltet und in eine Straßenecke gedrückt. „Eine absolut schlechte Architektur“, so Loh. „Wir stimmen dem Bauvorhaben nicht zu.“

Hintergrund: Es handelt sich um eine Dependance der ISR Interna­tional School on the Rhine mit Sitz in Neuss. Für ISR ist die neue Kita sehr wichtig, weil laut Peter Soliman, geschäftsführender Gesellschafter der ISR, 60 Prozent der Familien, die ihre Kinder in die Neusser Kita der ISR bringen, aus Düsseldorf kämen, davon 80 Prozent aus Oberkassel. Mit der neuen Kita würde die Neusser Einrichtung, die 139 Kinder besuchen, entlastet.

Voraussichtlich werden 16 Angestellte in der Düsseldorfer Dependance der ISR arbeiten, dazu noch eine Krankenschwester sowie Deutsch- und Musiklehrer. Garantiert wird eine „umfassende pä­dagogische Fürsorge“. Das alles hat allerdings seinen Preis. Denn monatlich sollen pro Kind 1000 Euro an Kita-Beiträgen fällig werden.