Düsseldorf Oberkassel : Fahrradständer auf der Steffenstraße sorgt für Ärger

An der Ecke zur Sonderburgstraße wurde ein Fahrradständer installiert. Anwohner beklagen den Verlust von Parkplätzen.

An der Ecke Steffen-/ Sonderburgstraße hat die Stadt einen großen Fahrradständer auf den Gehweg gesetzt. Das ärgert die Anwohner, vor allem deshalb, weil nun vier Schrägparkplätze weggefallen sind. „Und das im alten Teil Oberkassels, in dem wegen seiner Altbauten akuter Parkplatzmangel herrscht“, wie David Gabrysch bemerkt. Darüber seien die Mieter der benachbarten Häuser sehr verärgert. „Paradox ist, dass dieser Fahrradständer ohne Probleme auf den gegenüberliegenden Bürgersteig gepasst hätte, ohne dafür einen Parkplatz zu opfern“, so Gabrysch, der die Aktion als planlos beschreibt.

Die Stadt teilte dazu auf Anfrage mit, dass die erwähnte Fahrradabstellanlage zur Düsseldorfer Fahrradoffensive gehöre und als Zeichen für eine fahrradfreundliche Stadt zu werten sei. „Der Standort Steffen-/Ecke Sonderburgstraße ist gewählt worden, weil dort mehr Platz auf dem Bürgersteig vorhanden ist als auf der gegenüberliegenden Straßenseite“, teilte ein Sprecher mit. Denn an diesem Standort blockierten häufig geparkte Pkw die Kurve in Richtung Sonderburgstraße, weil sie in die Fahrbahn ragten. Parkdruck gebe auf öffentlichen Stellplätzen im gesamten Innenstadtgebiet – nicht nur in Oberkassel.

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Der Pressesprecher weist auf die Tiefgarage am Werner-Pfingst-Platz hin, die von dem besagten Standort in etwa vier Minuten zu erreichen sei. Dort könnten nach wie vor Dauerparkplätze gemietet werden. Nach Auskunft von Günter Webers, Car-Park-Manager, wird die Tiefgarage bereits gut angenommen, es gebe aber noch ausreichend Dauerparkplätze zu mieten. Sie kosten 155 Euro im Monat bei freier Platzwahl.

Eng wird es aber eben nicht nur für Pkw-, sondern auch für Fahrradfahrer, die auf der Suche nach einer Abstellfläche für ihr Rad sind. Davon zeugen abgestellte Zweiräder an Hauswänden, Laternen, Pollern und Baumscheiben. Dem will die Stadt mit den neuen Radständern entgegenwirken und hat im Sommer in den Innenstadtbezirken 1 bis 4 neue Anlagen installiert. Bis Ende des Jahres sollen sogar rund 1000 neue Abstellplätze geschaffen werden Laut Verwaltung handelt es sich um mobile und flexibel einsetzbare Einheiten, deren Einsatz je nach Bedarf gesteuert werden kann. Mit ihnen soll eine gerechtere Nutzung des öffentlichen Straßenraumes erreicht werden.