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Oberkassel: Bürgerdiskussion Bahnsteig Belsenplatz

Düsseldorf Oberkassel : Bürger diskutieren über Pläne für den Hochbahnsteig Belsenplatz

Nach der Politik konnten sich nun die Bürger am Infomobil von Stadt und Rheinbahn über die Pläne zum Bau des Hochbahnsteigs Belsenplatz informieren.

Den Wunsch der Bezirksvertretung 4, die Bürger frühzeitig in die Planung für den „Hochbahnsteig Belsenplatz“ und die neuen Verkehrsführungen einzubeziehen, erfüllten nun Stadt und Rheinbahn. Fünf Tage lang konnten sich nun alle, die Einblick nehmen wollten, am Infomobil auf dem Belsenplatz informieren und ihre Meinung äußern. Niklas Graw (Verkehrsmanagement), Volker Meering (Rheinbahn) und Uwe Kloppe (Planungsbüro) standen als Gesprächspartner zur Verfügung.

Die Chance, sich einzumischen und Stellung zu beziehen, ergriffen täglich etwa 30 bis 40 Personen. Es wurde eifrig begutachtet, diskutiert und Vorschläge in dafür vorbereitete Listen eingetragen. Einig waren sich die Besucher, dass ein Hochbahnsteig am Belsenplatz Sinn macht, weil er die heutigen, über den Belsenplatz verteilten Haltestellen an einem Ort zusammenfasst. Auch der geplante Standort in Höhe von Quirin- und Cheruskerstraße wurde akzeptiert. Und geradezu Erleichterung machte sich breit, weil im Zuge des Belsenplatz-Umbaus das Linksabbiegen von der Belsen- zu Lanker Straße und Hansaallee wieder möglich gemacht werden soll. „Uns Planern tut das richtig weh“, gab Kloppe zu, der aber einsah, dass der Barbarossaplatz als einzige Möglichkeit, die Seiten der Luegallee zu wechseln, vom Verkehr entlastet werden sollte.
Das von den Planern bevorzugte Konzept geht von einem Radweg auf der Luegallee aus zulasten einer Fahrspur oder der Parkplätze. Die Meinungen darüber waren am Infomobil geteilt. Einige wollten auf jeden Fall einen Radweg, andere verteidigten die zweispurige Luegallee. „Das Verhältnis ist 50 zu 50“, sagte Graw. Burkhart Ogilvie zum Beispiel würde gern die beiden Fahrbahnen auf der Luegallee erhalten, „damit keine Staus bis wer weiß wohin produziert werden“. Stattdessen könnte auf den rechten Parkstreifen zwischen Belsen- und Barbarossaplatz verzichtet werden, schlägt er vor. Denn heute sei Praxis, dass die Radfahrer auf den Gehwegen fahren und so die Fußgänger gefährdeten.

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Raphaela Scheidmann wohnt an der Luegallee und kann es kaum erwarten, dass der Hochbahnsteig Gestalt annimmt. „Wir haben ein körperlich schwerbehindertes Familienmitglied und hoffen auf baldige Barrierefreiheit an den Haltestellen. Die Pläne für den Hochbahnsteig mit Radweg gefielen ihr sehr gut. Michael Eltrin ist für einen Radweg auf der Luegallee. „Ich bin Radfahrer und ziehe es vor, hintenherum, über Cherusker-und Salierstraße zur Oberkasseler Brücke zu fahren.“ Eine Passage über die Luegallee sei ihm zu gefährlich. „Ich mache etwas für Radfahrer“, versprach Kloppe den Anwesenden.
Georg Eiker, Vorsitzender des Linksrheinischen Verkehrs- und Verschönerungsvereins (VVV) sah in den Plänen die alte Forderung des Vereins realisiert, alle Haltestellen an einem zentralen Punkt zusammenzuführen. Auch gegen eine einspurige Luegallee habe er nichts, es müsse nur auch im Hinblick auf den Lieferverkehr sorgfältig geplant werden. „Kurzparkplätze auf der Luegallee um mal eben Brötchen zu kaufen, sollten Vorrang bekommen.“ Wer länger parke, kann ins Parkhaus ausweichen.
Die Anwohner der Lanker- und Quirinstraße zeigten sich wenig erbaut von den Plänen, die Bushaltestellen vom Belsenplatz in die Nebenstraßen zu verlagern. Einige waren geradezu empört und lehnten noch mehr Verkehr in ihrem Wohnumfeld ab. „Opfer müssen gebracht werden“, so der Kommentar von Stadt und Rheinbahn.

So kam auch die Düsseldorfer Straße ins Gespräch, die bei einer einspurigen Luegallee wohl mehr Verkehr bekommen könnte. Dort allerdings brodelt es dort erneut, denn heute zur Sitzung der Bezirksvertretung gibt es eine Eingabe, wonach Anwohner fordern, die Düsseldorfer Straße in das Radwege-Programm 2022 aufzunehmen.