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Oberkassel: Anwohner kritisiert wildes Plakatieren

Düsseldorf-Oberkassel : Anwohner kritisiert wildes Plakatieren in Oberkassel

Die Initiative gegen Stadtverwahrlosung (ICS) ist der Wildplakatierung auf der Spur. Im Fokus die umfangreiche Werbung an Masten in Ober- und Niederkassel für einen privaten Flohmarkt.

Nichts ist vor ihnen sicher. Egal ob Ampel- oder Lichtmasten, ob Versorgungskästen der Stadt oder Hausmauern – überall, wo ein freies Fleckchen zu entdecken ist, prangen Werbeplakate, meist von Privatleute, die irgend ein Anliegen haben oder auf private Veranstaltungen aufmerksam machen wollen. Gero Busse von der „ICS Initiatvgruppe gegen Stadtverwahrlosung“ ist darüber so verärgert, dass er eigenhändig die Plakate entfernt, oft in Zusammenarbeit mit dem Ordnungsdienst der Stadt.

Der neueste Fall: „Ein Flohmarktveranstalter wirbt in Oberkassel und Niederkassel massiv mit handgeschriebenen Plakaten, die er an Ampel- und Schilderpfosten sowie an Lichtmasten mit sehr viel Tesafilm befestigt“, sagt Busse. „Wir haben einen Teil dieser Plakate entfernt.“ Daraufhin habe der Veranstalter nachgelegt und die neu aufgehängten Plakate mit dem Zusatztext ‚Bitte Plakat hängen lassen‘ versehen. „Offenbar ist der Plakatkleber der festen Überzeugung, die Nutzung des Öffentlichen Raumes für kommerzielle Zwecke stehe ihm zu.“

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Im Namen der Initiative hat sich der Oberkasseler an die Stadt gewendet mit der Bitte, den Verursacher aufzuklären und ihn zur zeitnahen Entfernung seiner Plakate zu verpflichten. „Ich lebe in Oberkassel und bin daran interessiert, dass der Stadtteil nicht verkommt“, begründet er seine Sauberkeits-Aktion. „Sticker oder Plakate, die ich vor allem im Bereich der Luegallee und ihrer Nebenstraßen sehe, entferne ich.“

Gero Busse und die Initiativgruppe konzentrieren sich aber nicht nur auf Ober- und Niederkassel und auch nicht nur aufs Wildplakatieren. So hat Busse an der im vorigen Jahr restaurierten „Goldenen Brücke“ im Hofgarten die „ersten Liebesschlösser“ entdeckt. „Wir hoffen sehr, dass die Stadt das nicht tolerieren und an dieser Stelle keine ,Kölner Verhältnisse’ zulassen wird.“