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Neues Fußballfeld in Düsseldorf-Oberkassel: Projekt wird deutlich teurer

Sport in Düsseldorf : Fußballfeld auf Parkdeck am neuen Schwimmbad wird viel teurer

Mit mehr als 280.000 Euro rechnet das Sportamt, nachdem sich nur zwei Unternehmen auf die Ausschreibung beworben haben. Der teuerste Posten wird die Flutlichtanlage, die beim Finanzierungsbeschluss vor eineinhalb Jahren noch gar nicht gelistet war.

Das Geld hätten Stadt und Politik sicher lieber anders ausgegeben. Doch manchmal ist der Rücklauf nach Ausschreibungen eben überschaubar. So wie beim geplanten Bau des Kunstrasenspielfeldes auf dem Parkdeck des Hallenbades auf der Grenze Heerdt und Oberkassel. Statt 406.980 Euro soll das Projekt nun 690.736 Euro kosten, also 283.756 Euro mehr also noch vor knapp eineinhalb Jahren. Am 5. Februar 2019 stimmte die Bezirksvertretung 4 dem Ausführungs- und Finanzierungsbeschluss zu.

Den größten Aufschlag gibt es beim Posten Tiefbau, der mit einem Plus von 112.400 Euro auf der Abrechnung gelistet wird. Die Flutlichtanlage verschlingt dann noch mal 126.050 Euro, die 2019 noch nicht in der Kalkulation mit eingerechnet war. Das ist auch das, was Marco Staack von der SPD kritisiert, „warum wurde das Flutlicht nicht von Anfang an gelistet, dann hätten wir jetzt nicht diese extreme Kostensteigerung“. Die Anlage zum Zeitpunkt des Ausführungs- und Finanzierungsbeschlusses noch nicht eingeplant gewesen, weil die abschließende Elektroplanung noch nicht vorlag, so die Stadt. „Im Hinblick auf die zeitliche Entwicklung der Baumaßnahme (2018 bis 2021) und unter Berücksichtigung der zuletzt gefassten Beschlüsse des Stadtrates zum Klimaschutz und des Klimaschutzprogramm des Bundes wird die Spielfeldbeleuchtung nunmehr in das Gesamtvorhaben eingebunden.“ Man bemüht sich bei der Stadt aber darum, entsprechende Förderanträge zu stellen.

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Gerade in der Bauwirtschaft beobachte man immer wieder diese extremen Kostensprünge, bedauert Markus Loh von den Grünen, der das Projekt aber trotzdem weiter unterstützen will. „Wir haben leider kaum Angebote bekommen“, heißt es aus dem Sportamt, „zwei Stück sind abgegeben worden.“ Die Stadt hat sich schließlich für das in Anführungsstrichen günstigere Angebot entschieden. Hätte man das Ganze noch mal neu ausgeschrieben, wäre man auch zu keinem anderen Ergebnis gekommen, so die Verwaltung. Nur dass die Umsetzung dann noch viel länger gedauert hätte. Vor einigen Tagen dann fand der erste Einweisungstermin auf dem Gelände statt.

Kostenpflichtiger Inhalt Der Rat der Stadt Düsseldorf hatte 2015 für das Bäderkonzept 2020 den Bau des Fußballfeldes auf dem Parkdeck beschlossen. Für die linksrheinischen Sportler wird das Feld eines der ungewöhnlichsten in Düsseldorf, mit tollem Blick auf den Rhein. Durch den Neubau des Hallenbades an der Pariser Straße fiel der alte Kunstrasenplatz weg. Als Ersatz-Standort wurde dann das Parkdeck am Schwimmbad ausgewählt. Das Sportamt stellte der Bädergesellschaft per Erbbaurechtsvertrag auf dem Gelände der Bezirkssportanlage Pariser Straße eine Grundstücksfläche mit einer Größe von 11.055 Quadratmetern für den Bau des Schwimmbades zur Verfügung.