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Müllcontainer in Düsseldorf-Oberkassel: Behälter bleiben farblos und grau

Müll in Düsseldorf : Müllcontainer in Oberkassel bleiben grau und farblos

Die Politik im Linksrheinischen hatte sich eine künstlerische Gestaltung gewünscht, weil die Behälter sehr zentral an Barbarossa- und Belsenplatz stehen. Doch die Eigentümer der Container halten nichts von der Idee.

Gut sichtbar und zentral sind die grauen Glas- und Altpapiercontainer am Barbarossa- und Belsenplatz aufgestellt worden. Das hat aber nicht nur Vorteile, finden die Politiker im Stadtbezirk 4. Sie wünschen sich eine schönere Gestaltung der Behälter. Künstler gäbe es sicher, die ein Bild darauf malen oder ein Graffito sprühen wollen. Deshalb fragten sie nun bei der Verwaltung an, welche Möglichkeiten es gibt, die Container aufzuhübschen.

Die Verwaltung kontaktierte die Eigentümer der Behälter – die oberirdischen Altpapiercontainer gehören der Stadttochter Awista, die Glascontainer sind im Eigentum der Remondis Recycling GmbH & Co. KG. Beide Unternehmen teilten mit, dass sie sich gegen eine künstlerische Gestaltung der Container aussprechen. Die Altglas- und Altpapiercontainer seien dauerhaft einer hohen mechanischen Beanspruchung ausgesetzt, heißt es in der Begründung der Firmen. Die Oberflächen würden regelmäßig beschädigt, es entstünden unter anderem beim Leeren viele Kratzer und Beulen. Wäre ein Kunstwerk auf den Containern, würde bald Farbe absplittern. Zudem müssten Behälter oft ausgetauscht, repariert oder neu lackiert werden. Unter diesen Bedingungen würden aufgetragene Graffiti schnell unansehnlich, Künstler wie Anwohner wären nach kurzer Zeit enttäuscht. Außerdem seien die Behälter auch nicht an bestimmte Standorte gebunden.

Weil die künstlerische Gestaltung wegfällt, prüft das zuständige Amt vor dem Aufstellen der Behälter, ob eine Gestaltung des Containerstandortes möglich ist. Hecken oder Palisaden könnten angelegt werden, Kostenpflichtiger Inhalt was aber mit einem deutlich erhöhten Bedarf an Platz verbunden sei, der in Düsseldorf in der Regel nicht zur Verfügung stünde, heißt es von der Stadt. Zudem würden solche Einfassungen nach Erfahrungen in anderen Städten dazu einladen, Müll in den Hecken abzuladen, was den optischen Eindruck beeinträchtigen würde.