Oberkassel : Maler Werner Benhoff wird 75

Auch die Altstadt und die Kirmes hat der Oberkasseler schon gemalt.

In drei Ausstellungen wird in diesem Sommer Kunst und Literatur von Werner Benkhoff präsentiert. Anlass ist der 75. Geburtstag des Oberkasseler Malers, der in einem Atelier in Reisholz arbeitet. Geboren aber ist der bis 2002 als Wirtschafts-Journalist tätige Diplom-Volkswirt im Westmünsterland, im Altkreis Ahaus. Daher sind seine Werke aktuell auch in der dortigen Region, in Asbeck und Nienborg, zu sehen. Mit der Geschichte der Heimatregion beschäftigt er sich seit rund 15 Jahren, hat mehrere Bücher verfasst und mit Bildern aus eigener Produktion - Ölbilder, Aquarelle, Zeichnungen, Skulpturen - illustriert. "Geistliche Herrschaft - als im Münsterland Bischöfe, Äbte und Äbtissinnen regierten" - ist jetzt zur Ausstellung im Dormitorium Asbeck (bis 28. August) erschienen.

"Die intensive Beschäftigung mit der Münsterländer Geschichte sehe ich als eine Art Alleinstellungsmerkmal", so Benkhoff. Diese Hommage schien dem Weitgereisten angebracht. Hier kann er auch seine große Leidenschaft, das Malen, einsetzen. Die Anfänge der Malkunst aber fanden Anfang der 1980er Jahre in London statt. Zwölf Jahre lebte er dort als Korrespondent und erwarb in der Freizeit in Malkursen und durch Selbststudien erste Grundlagen. Diese wurden 1988 während einer Ausbildung an der von Oskar Kokoschka gegründeten "Schule des Sehens" vertieft. Benkhoff, dessen Reisen unter anderem nach Venedig führten, ist nach eigener Aussage "immer hochmotiviert, denn die Malerei ist mir sehr wichtig."

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So ist es zu erklären, dass er sich mehrere Techniken aneignete: "Beim Aquarell hat mich die Leichtigkeit fasziniert." So gab er nicht auf, bis er auch die "Königs-Klasse" der Malkunst beherrschte. Benkhoff, der seine ersten Bilder in Cornwall ausstellte und viele davon verkaufte, widmet sich auch unterschiedlichen Düsseldorfer Motiven aus der Altstadt, Oberkassel oder dem Kirmesgeschehen. Darüber, dass in seinem Werksverzeichnis über 1500 Bilder zu finden sind, wundert er sich selbst: "Das ist Beweis für meine ausgeprägte Mal-Leidenschaft."

(mgö)