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Kult-Kiosk in Düsseldorf-Oberkassel: Schaufenster erinnert an Hoppe

Erinnerung in Düsseldorf : Schaufenster-Ausstellung erinnert an Kult-Kiosk Hoppe

Heinz und Christel Hoppe hatten den Laden 58 Jahre als Familienbetrieb geführt. 70 Stunden die Woche stand mindestens einer von ihnen hinter der kleinen Ladentheke. Damit das leer stehende Geschäft nicht mehr wie ein trauriges schwarzes Loch aussieht, hat sich Michael Flascha etwas einfallen lassen.

Seit Silvester sind sie aus ihrem Laden raus – jetzt kommen die Hoppes zurück. Allerdings nur in Form einer Fotoausstellung. Seit Montag erinnern alte Bilder, die an die große Glasscheibe ge­klebt wurden, an die Zeit des Kult-Geschäfts an der Luegallee. Hobby-Fotograf Michael Flascha hatte die Idee dazu. „Bisher sah das leer stehende Geschäft immer wie ein trauriges schwarzes Loch aus, jetzt bleiben die Menschen wieder stehen und schauen rein.“ Der Oberkasseler kaufte selbst schon als Kind bei Heinz (83) und Ehefrau Christel Hoppe (81) Fußballbilder und Kleinigkeiten ein.

Gemeinsam mit dem Ehepaar, das seit Beginn des Jahres im Ruhestand ist, und dessen Sohn plante er die kleine Ausstellung. Für circa zwei Wochen dürfen die Bilder kleben bleiben. Zu sehen sind Fotos aus den letzten Tagen im Geschäft – aber auch ganz alte Familienfotos, die vor oder im Geschäft entstanden sind. „Die Auswahl fiel schwer, da es so viele Fotos gibt. Besonders zu Karneval war immer viel los“, sagt Fotograf Flascha.

Kostenpflichtiger Inhalt Heinz und Christel Hoppe hatten den Laden 58 Jahre als Familienbetrieb geführt. 70 Stunden die Woche stand mindestens einer von ihnen hinter der kleinen Ladentheke. Zu kaufen gab es in dem 42 Quadratmeter kleinen Geschäft alles: von der Kaffeemühle über Federbälle, Puppen, Wasserpistolen, Planschbecken, Glitzer-Stickern bis hin zu Zeitungen. Was nun mit dem Geschäft passieren soll, ist noch unklar. Laut Flascha gab es bereits viele Interessenten – zuletzt einen Friseur. Aber konkret sei noch nichts. Auch das Sonnenstudio nebenan steht leer. Eine Konstante: Der Kiosk „Radisch“ nebenan bleibt – wie auch schon die letzten Jahrzehnte.