Heerdt:Warten auf die Schönheitskur für die Brückenpfeiler

Düsseldorf Heerdt : Warten auf die Schönheitskur

Der Grafiker Mirko Akira Suzuki will die Pfeiler unter der B 7 verschönern.

Noch immer prangen die hässlichen Schmierereien auf den Pfeilern der Straßenbrücke zwischen Benediktus- und Krefelder Straße. Der Verdacht, dass der Heerdter Grafiker Mirko Akira Suzuki nicht zum Zuge kommen wird, den Raum unter der Brücke von den Graffiti zu befreien und mit schönen Bildern aus dem Stadtteil neu zu dekorieren, ist aber unbegründet. „Wir sind schon einige Schritte weiter“, sagt er. Denn inzwischen sei er Mitglied im Heerdter Bürgerverein, der sich sehr bemühe. Leider haben wir noch keine Zusage von der Stadt.“ Der Grafiker kann nicht verstehen, warum es so lange dauert, bis er loslegen kann. „Alle sollen doch froh sein, wenn die dreckige Brücke kostenlos verschönert wird.“ Es sei nicht leicht gewesen, einen Ansprechpartner in der Verwaltung zu finden, doch jetzt solle alles auf dem richtigen Schreibtisch gelandet sein. „Das Projekt liegt beim Kulturamt“, weiß Clemens Sökefeld, Vorsitzender des Bürgervereins. Der Künstler habe auch Entwürfe an die Stadt geschickt mit Ansichten von Heerdt. „Das ist umso wichtiger, weil dann deutlich wird, dass keine extremen Bilder zu erwarten sind“, so Sökefeld.

Im Februar vergangenen Jahres hatte Suzuki in den sozialen Medien auf den „unerträglichen Zustand“ der Unterführung aufmerksam gemacht und mitgeteilt, dass er die Pfeiler von Dreck, billigen, hässlichen und teils obszönen Schmierereien befreien und durch Bilder mit Bezug zum Stadtteil Heerdt ersetzen wolle. „Jeder, der Ideen hat und Qualität schätzt, kann sich daran beteiligen“, so der Heerdter, der mit einem Freund den Anfang machen will.

Seine Idee fand viel Zuspruch bei den Facebook-Freunden, beim Bürgerverein und auch bei den „Koalas“, wie sich das „Corps à la Suite“, die jüngste Gesellschaft der Heerdter Schützen, inzwischen nennt.

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