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Düsseldorf-Oberkassel: Hallenbad: Neubau in Gleisschleife?

Düsseldorf-Oberkassel : Hallenbad: Neubau in Gleisschleife?

Am Mittwoch kommt die Mobile Redaktion der Rheinischen Post auf den Barbarossaplatz nach Oberkassel. Von 11 bis 12 Uhr können interessierte Bürger dort ihre Meinung zur Zukunft des Oberkasseler Hallenbades äußern.

Die Rheinbahn will in den nächsten Jahren ihre Zentrale von Oberkassel nach Lierenfeld verlagern. Das Grundstück an der Hansaallee soll verkauft werden und ist in einem Bieterverfahren europaweit ausgeschrieben. "Es gibt viele Interessenten, aber eine Wahl ist noch nicht getroffen", sagt Rheinbahnsprecher Georg Schumacher. Der Termin für den Umzug stehe noch nicht fest, weil derzeit mit Nachdruck an den Neubauplänen für das Lierenfelder Domizil gearbeitet werde.

Schon jetzt machen sich die Bürger und ihre politischen Vertreter Gedanken, wie das Grundstück künftig genutzt werden soll. Gewünscht sind dort Wohnungen, ein Bürgerhaus und ein neues Hallenbad, denn das alte an der Lütticher Straße ist nur mit großem finanziellen Aufwand zu sanieren.

Deshalb machten die linksrheinischen Bezirksvertreter den Vorschlag, ein neues Hallenbad an einem zentralen Standort, vorzugsweise auf dem Rheinbahngelände, zu errichten. Als Alternative wurde das Grundstück innerhalb der Gleisschleife an der Hansaallee genannt. Finanziert werden könnte der Neubau durch den Verkauf des heutigen Hallenbad-Grundstücks an der Lütticher Straße. Stellt sich die Frage, ob die Fläche innerhalb der Gleisschleife für den Neubau eines Hallenbades ausreicht. Laut Schumacher könne die Rheinbahn nicht auf die Schleife verzichten, der Innenbereich sei aber auf jeden Fall groß genug für den Neubau eines Hallenbades.

Dem stimmt auch die Stadtverwaltung Düsseldorf zu. Bezirksverwaltungschefin Iris Caren Bürger: "Das ist planungsrechtlich grundsätzlich möglich, weil die Fläche im Bebauungsplan für den ehemaligen Güterbahnhof Oberkassel als Kerngebiet ausgewiesen und 1900 Quadratmeter groß ist", sagt sie. Die konkrete Machbarkeit ließe sich allerdings nur anhand eines hinreichend ausgearbeiteten Entwurfes beurteilen.

Nach dem Willen der linksrheinischen Bezirksvertreter sollte das neue Hallenbad mit einem Bürgerhaus als Treffpunkt kombiniert werden. Denn der Wunsch nach einem zentralen Domizil für Bürger, Vereine, Verbände, Gruppen und Initiativen besteht nach wie vor und ist groß. Bezirksvorsteher Rolf Tups: "Dann könnte die Bezirksvertretung endlich in einem ansprechenden Rahmen ihre Sitzungen abhalten", sagt er.

Auf ein Bürgerhaus hofft auch der Linksrheinische Verkehrs- und Verschönerungsverein. "Wir finden die Kombination Bürgerhaus und Hallenbad gut. Es sollte aber kein Koloss wie die Düsseldorf Arcaden entstehen. Dort gibt es ein Bürgerzentrum mit Schwimmbad", so die Vereinsvertreter zur Zukunft des Areals.

(RP)