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Oberkassel: Eine neue Figur für das Heiligenhäuschen

Oberkassel : Eine neue Figur für das Heiligenhäuschen

Das Heiligenhäuschen hat eine neue Bewohnerin. Am Samstag zog die rund 70 cm große Figur der Heiligen Margareta (von Antiochia) dort ein. Sie wurde um 1500 am Niederrhein aus Eiche gefertigt und bekam vor 150 Jahren die neue Kevelaer-Fassung. Gespendet wurde die Figur von Marie Voßen. "Eine gute Freundin hat mir die Figur geschenkt, aber für meine Wohnung ist sie zu groß", berichtet die 72-Jährige. "Ich hätte ja lieber die heilige Dorothea gehabt", sagt sie und lacht. "Ich heiße mit zweitem Namen nämlich Dorothee."

Die Idee, die Figur im Heiligenhäuschen aufzustellen, fand bei ihrer Freundin großen Anklang. Klaus Kühn, 2. Vorsitzender des Heimatvereins Oberkassel, war erst überrascht über die Spende. "Dann habe ich aber gedacht, die passt hier gut mit rein."

Voßen ist eine Nachfahrin der Erbauerfamilie des Heiligenhäuschens. Ursprünglich gehörte die Kapelle zum Gutshof "Vossen links". Die Voßens sind eine große Sippe, deren Zweige auch jetzt noch weit verbreitet sind. "Die Familie war ursprünglich hauptsächlich in der Landwirtschaft und der Gastronomie tätig, jetzt gibt es auch viele Akademiker", sagt die Unternehmensberaterin. Als Kind wohnte die Düsseldorferin in Lörick, wo ihr Vater Spargel und Erdbeeren anbaute und auch ein Schwein hielt. Schon damals besuchte sie die kleine Kapelle häufig. Beim Blick durch die Tür sah die Spenderin allerdings keine Heiligenfiguren, sondern nur rote Lichter. "Mein Vater hat mir aber erzählt, dass es auch früher schon Heiligenfiguren gab, allerdings nicht immer", sagt Voßen.

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Auch heute kommt sie noch jede Woche zu dem Häuschen. Von Carlstadt aus geht sie zu Fuß zum Heerdter Friedhof, um das Grab ihrer Eltern zu besuchen. Auf dem Rückweg geht es an der Kapelle vorbei. So hält die 72-Jährige sich fit.

(nes)