1. NRW
  2. Städte
  3. Düsseldorf
  4. Stadtteile
  5. Oberkassel

Coronavirus: Fünfter Fall in Düsseldorf - Mann aus Iran positiv getestet

Auch vier Kinder haben Symptome : Mann aus dem Iran ist fünfter Corona-Fall in Düsseldorf

In Düsseldorf ist die fünfte Coronainfektion nachgewiesen worden. Bei vier Kindern aus Oberkassel, die am Freitag von einer Skifreizeit aus Südtirol zurückgekehrt sind, wurden Krankheitsymtome festgestellt. Ihre Testergebnisse stehen noch aus. Was das Virus sonst noch in Düsseldorf auslöste

Neuer Fall Ein 47-jähriger Mann aus dem Iran ist positiv auf den Coronavirus getestet worden. Seit seiner Einreise nach Düsseldorf am 28. Februar hatte er leichte Krankheitssymptome, wie die Stadt am Montag mitteilte. Er habe sich deshalb freiwillig Zuhause aufgehalten und nur zwei Kontaktpersonen aus seinem familiären Umfeld gehabt. Eine der beiden weist mittlerweile auch Krankheitssymptome auf, das Testergebnis steht aber noch aus. Alle bleiben weiterhin in häuslicher Quarantäne.


Rettungsdienst Der mit dem Coronavirus infizierte Feuerwehrmann hat vor Entdeckung seiner Infektion sieben Patienten im Rettungsdienst behandelt. Drei von ihnen sind noch nicht erreicht worden, teilte die Stadt mit. Drei weitere Patienten seien in Quarantäne, ein dritter an eine andere Behörde weitergeleitet worden. Der Feuerwehrmann war am Freitag positiv getestet worden. Zuvor hatte er erfahren, dass mehrere Personen aus seinem privaten Umfeld infiziert sind und sich daraufhin krank gemeldet.

Schulen Bei einer 100-köpfigen Schülergruppe des Comenius-Gymnasiums, die am vergangenen Freitag von einer Klassenfahrt aus Südtirol zurückgekommen ist, weisen vier Jugendliche Krankheitssymptome auf. Die Testergebnisse stünden aber noch aus, hieß es. Die Lehrer zeigten bislang keine Symptome. Der ganzen Gruppe wurde nach Angaben der Stadt empfohlen, sich für 14 Tage in häusliche Quarantäne zu begeben. Es handelt sich um die Siebtklässler des Gymnasiums.

Kirmes Bei der Osterkirmes wollen die Schausteller alle 20 Meter Desinfektionsmittelspender auf dem Staufenplatz aufstellen. Die Kirmes startet am 11. April, und die Schausteller sind besorgt um die Sicherheit der Besucher, aber auch um ihr Geschäft. „Wir sind darauf angewiesen, dass die Gäste kommen“, sagt Schausteller-Sprecher Oliver Wilmering. Deshalb werde zudem die Zahl der Toiletten mit Handwaschbecken verdreifacht. Das Personal an den Gastro-Ständen werde mit Schutzhandschuhen arbeiten. Die Folgen für die Rheinkirmes im Juli seien noch nicht abzusehen.


Ausverkauf Vor den Aldi-Filialen bildeten sich gestern lange Schlangen. Der Discounter hatte diverse Desinfektionsmittel im Angebot. Und obwohl Aldi die Werbung für das seit langem geplante Sonderangebot vorige Woche schon aus dem Internet nahm und Hygienetücher, -Spray und Handgel nur auf Nachfrage ausgab, hieß es auch in Düsseldorf sehr schnell: „Alles ausverkauft!“

Blutspenden An der Uniklinik schrumpfen die Vorräte an Blutkonserven. Johannes Fischer, Leiter der Blutspendezentrale, ist alarmiert: Traditionell sinke zwar die Spendenbereitschaft zur Erkältungszeit: „Wir merken aber auch eine Verunsicherung aufgrund der Corona-Erkrankungen.“ Spender, die gesund sind und keine Medikamente nehmen, können mit ihrem Reisepass oder Personalausweis auch ohne Termin in die Blutspendezentrale, Moorenstraße 5, kommen.

(arl/csr/nic/semi/sg)