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Oberkassel: Bezirksvertreter wollen Infos zur Sanierung Drakeplatz

Oberkassel : Bezirksvertreter wollen Infos zur Sanierung Drakeplatz

Es begann 2012: Vereine hatten sich zusammengeschlossen, um neue Konzepte für alte Plätze zu entwickeln. Ziel: sie als Orte für die Anwohner, für junge und alte Menschen erlebbar zu machen. Nach einer langen Durststrecke kommt nun Bewegung in das Vorhaben für den Drakeplatz. Das heißt, zunächst konzentriert sich die Sanierung auf die gepflasterte, unter Denkmalschutz stehende Straße rundherum. Deshalb haken die linksrheinischen Bezirksvertreter während ihrer nächsten Sitzung am Mittwoch, 24. Januar, 15 Uhr, auf Anfrage der Grünen nach. Sie wollen von der Verwaltung wissen, auf welche Flächen sich die Bauarbeiten konzentrieren und wie mit den übrigen Bereichen verfahren wird. In diesem Zusammenhang erinnern die Stadtteilpolitiker an ihren, 2015 gefassten Beschluss, den gesamten Platz neu zu gestalten.

Vor etwa 18 Jahren hatte der Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV) gemeinsam mit dem Landschaftsarchitekten Markus Loh und den Anwohnern ein Konzept entwickelt, um den Platz von Grund auf umzubauen. Die Vorschläge, die auch in einer Ausstellung im VVV gezeigt wurden, sollten Anregung für eine neue Gestaltung sein, wobei die Historie des Platzes nicht unberücksichtigt bleiben sollte. Denn das, was nach 100 Jahren vom einstigen Drakeplatz noch geblieben ist, sind die versetzten, auf die Platzecken zulaufenden Straßen.

Es gibt jedoch einen Haken: Unter der Flächenmitte gibt es einen Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg. Niemand weiß, wem er gehört - Bund, Land, Stadt? Bezirksbürgermeister Rolf Tups: "Ursprünglich war er Eigentum des Bundesamtes für Vermögensverwaltung." Doch die sei nicht mehr daran interessiert. Es gebe keine Unterlagen über den jetzigen Besitzer. Eine Antwort hat auch Georg Eiker, Vorsitzender des VVV, nicht. Es wäre schon gut, wenn wenigstens das Gestrüpp drumherum entfernt werde, um die Sichtachsen wieder herzustellen. Eiker freut sich, dass der Drakeplatz nach all den Jahren wieder mehr in den Fokus gerückt ist. Aber: "Wir würden gern wissen, was die Stadt dort vorhat."

(RP)