Oberkassel: Belsenpark wird weiter entwickelt

Oberkassel: Belsenpark wird weiter entwickelt

Nach der Realisierung des ersten Bauabschnitts zwischen Belsenplatz und Ria-Thiele-Straße wird nun an einem Bebauungsplan für den zweiten Bauabschnitt gearbeitet. Am Donnerstag, 16. Februar, ist Bürgeranhörung.

Auf dem ehemaligen Areal des Oberkasseler Güterbahnhofs werden demnächst weitere Wohn- und Bürobauten entstehen. Nach der Realisierung des ersten Bauabschnitts ist nun die Fortsetzung des "Belsenparks" im Anschluss an die Ria-Thiele-Straße in Planung. Derzeit arbeitet die Stadtverwaltung an einem Bebauungsplan (B-Plan), der Baurecht für das restliche Areal bis zur Prinzenallee schaffen soll. Dazu werden im Verfahren zwei Öffentlichkeitsbeteiligungen durchgeführt, zu denen die Bevölkerung Anregungen und Bedenken äußern kann. Am Donnerstag, 16. Februar, haben die Bürger in der Aula des Comenius-Gymnasiums Gelegenheit, ihre Bedenken zum Bauvorhaben zu äußern und auch Verbesserungsvorschläge zu machen.

Die Verwaltung hatte den linksrheinischen Bezirksvertretern im Juli vergangenen Jahres den B-Plan-Entwurf vorgestellt. Es herrschte allgemeine Zufriedenheit darüber, dass die, seit 1990 geplante neue Nutzung des ehemaligen Güterbahnhofsgeländes nun vollendet werden kann. Die Fraktion der Grünen regte eine "urbanere abwechslungsreichere Gestaltung der Wohngebäude" an. Daraufhin erklärte Bezirksverwaltungschefin Iris Bürger, dass dafür Gespräche mit den unterschiedlichen Investoren geführt und Vereinbarungen getroffen werden müssten. Ein städtebaulicher Vertrag könnte eine abwechslungsreiche Bebauung festlegen, wobei auch mehrere Architekten berücksichtigt werden sollten. Grünensprecher Markus Loh wollte wissen, ob dazu ein politischer Antrag gestellt werden müsste oder die Verwaltung selbst Gespräche mit den Investoren aufnehmen werde. Iris Bürger versicherte, dass dazu kein politischer Beschluss gefasst werden müsse. Die Verwaltung wolle mit den Investoren sprechen und auf eine qualitätsvolle Gestaltung hinwirken.

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Beim zweiten Bauabschnitt für den Belsenpark geht es um das ehemalige Betriebsgelände und die Lagerflächen der Holzgroßhandlung Brockmann. Das Grundstück war einst aus dem Verfahren ausgeklammert worden, weil der Eigentümer mit seinem Grundstück eigene Pläne hatte. Deshalb wurde das Bauvorhaben in zwei Bauabschnitte geteilt. Nicht zuletzt auch deshalb, weil die neue Nutzung für das Bahngelände nach mehr als 20 Jahren endlich zum Zuge kommen sollte. Inzwischen hat die Holzhandlung das Betriebsgelände aufgegeben. Sie gehört aber zu den Investoren, die eine Eigentümergemeinschaft bilden. Neben dem Projektentwickler "CA Immo" der als Nachfolger der Bahnimmobiliengesellschaft die gesamte Vermarktung des alten Bahngeländes übernommen hat, zählt auch die Rheinbahn AG dazu, die einen untergeordneten Teil des Areals besitzt.

Entsprechend dem städtebaulichen Rahmenplan ist eine Wohnnutzung mit etwa 520 Wohnungen vorgesehen. Sie sollen direkt im Anschluss an die vorhandene Bebauung und den schon realisierten 20.000 Quadratmeter großen Park entstehen. Zwischen dem neuen Wohnquartier und der aufgeständerten Brüsseler Straße/B7 sind Büro- und Dienstleistungsnutzungen geplant. Ebenso ein Büro- und Geschäftshaus mit etwa zwölf Geschossen, das sowohl eine lärmabschirmende Funktion für die Wohnungen übernehmen als auch einen städtebaulichen Akzent gegenüber dem Vodafone-Hochhaus setzen soll. Dem Handlungskonzept "Wohnen 2020" wird gefolgt. Dementsprechend sind etwa 117 sozial geförderte Wohnungen (20 Prozent) und etwa 117 Wohnungen des preisgedämpften Segmentes (20 Prozent) geplant. An einen Spielplatz ist ebenfalls gedacht. Er soll im östlichen Teil angelegt werden.

(RP)
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