Oberkassel: Belsenpark in der Diskussion

Oberkassel: Belsenpark in der Diskussion

Die Aula des Comenius-Gymnasiums war gut gefüllt, rund 120 Bürger sind der Einladung des Stadtplanungsamtes gefolgt, sich über den Entwurf des Bebauungsplans für den ehemaligen Güterbahnhof Oberkassel II zu informieren und diesen zu diskutieren. Nachdem der erste Bauabschnitt, der "Belsenpark" zwischen Belsenplatz und Ria-Thiele-Straße fertig ist, plant die Stadt jetzt zwischen Brüsseler Straße (B7), Heerdter Sandberg und Greifweg weitere 650 Wohneinheiten und ein gewerbliches Baufeld.

Ein Thema bereitet den Anwohnern des jetzigen Belsenparks und der anliegenden Straßen besonders Sorgen. Schon jetzt empfinden viele Bürger die Verkehrssituation als unzumutbar und fürchten, dass sich diese noch verschärfen könnte. Auf dem engen Greifweg werde auf der Straße geparkt, sodass der Verkehr nicht mehr richtig fließen könne. Die Ria-Thiele-Straße werde von vielen Pendlern als Park-&-Ride-Parkplatz genutzt. Auch die Mitarbeiter von Vodafone würden dort parken, wenn ihr Parkhaus voll sei. Eine Anwohnerin beschwerte sich darüber, dass die Ria-Thiele-Straße als Umgehungsstraße genutzt werde. Viele Fahrer seien dort auch zu schnell unterwegs. Niklas Graw vom Amt für Verkehrsmanagement betonte, dass noch keine Beschwerden über Raser eingegangen seien, man das aber prüfen könne. Planungsrechtlich könne man an den Parkproblemen nichts machen, sagte Stefan Hutmacher vom Stadtplanungsamt, da müsse man sich mit den Politikern Konzepte überlegen.

Große Zustimmung fand auch die Kritik an fehlenden Einkaufsmöglichkeiten, denn eine weitere Nahversorgung sei laut Jan Stöfer (Bereichsleiter im Stadtplanungsamt) nicht geplant. Bürger, die sich bei der Planung einbringen möchten, können dies noch bis zum 6. März beim Stadtplanungsamt an der Brinckmannstraße 5 tun. Auch über den Internetbeitrag des Stadtplanungsamtes unter www.duesseldorf.de/stadtplanungsamt können schriftliche Stellungnahmen erfolgen.

(nes)
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