1. NRW
  2. Städte
  3. Düsseldorf
  4. Stadtteile
  5. Oberkassel

Düsseldorf: Belsenpark: 300 Wohnungen verkauft

Düsseldorf : Belsenpark: 300 Wohnungen verkauft

Der Generalentwickler CA Immo gab einen Überblick zum Stand der Bauarbeiten für das Oberkasseler Wohnquartier. Vier Geschäfte wird es an der neuen Theo-Champion-Straße geben. Am 1. August ziehen die ersten Bewohner ein.

Der Belsenpark wächst weiter: Das Tor zum neuen Wohnquartier ist bereits durch die beiden fünfgeschossigen Rohbauten "La Vista" und "Belmono" gut zu erkennen. Zwischen den beiden Gebäuden entsteht die Theo-Champion-Straße als Fußgängerzone und neue Oberkasseler Flaniermeile mit vier Einzelhandelsgeschäften. "Wir sehen sie als Verlängerung der Einkaufsstraße Luegallee", erklären die Projektentwickler des Investors CA Immo, Michael Nowak und Reiner Rinsche, bei einem Rundgang über die riesige Baustelle. "Ins Erdgeschoss des Belmundo-Gebäudes zieht ein Rewe-Markt ein, gegenüber ins La Vista ein Bistro/Café mit Terrassenbetrieb."

Weitere Läden seien an einen Möbeldesigner und Raumgestalter, einen Bio-Supermarkt und einen DM-Drogeriemarkt vergeben. Über den Geschäften sind Büros vorgesehen. "80 Prozent sind bereits vermietet", sagt Immobilienberater Jan Schroers. "Die Büro-Etagen mit den Dachterrassen und Blick auf Oberkassel sind noch zu haben."

Im Moment braucht man noch viel Fantasie, um sich die fertige Theo-Champion-Straße mit ihren Geschäften und Bäumen vorzustellen: Der Boden ist aufgewühlt, matschig und Pfützen behindern den Lauf. Dabei lärmen Baumaschinen, emsig wird gearbeitet. Am Ende der Straße, dort, wo die künftige Ria-Thiele-Straße den Weg kreuzt, öffnet sich die neue Siedlung zum Boulevard und Park, der noch eine unwirtliche Fläche ist. Gesäumt wird er vom Greifweg auf der einen Seite und den fast fertigen Wohngebäuden der Firmen Pandion und Patrizia auf der anderen, deren Eigentumswohnungen laut Nowak und Rinsche komplett verkauft sind. "Insgesamt haben fast 300 Wohnungen Käufer gefunden, am 1. August ziehen die ersten ein."

Der etwa 12 000 Quadratmeter große Park stand unlängst wieder in der Diskussion. Auslöser war, dass nicht die Investoren, sondern die Stadt den Bau der Parkanlage übernehmen wird, aber noch nicht im Besitz aller Grundstücke ist. "Eine klassische Mogelpackung", hatte der Oberkasseler Hans-Ulrich Veith bemerkt. Er befürchtet, dass es vorerst keinen Park geben wird und dass "die Stadt und unsere Bezirkspolitiker doch noch vor den Investoren eingeknickt sind, die eine erschreckende Überbauung des Areals zugelassen und nicht einmal den Park durchgesetzt haben." Dem hält Nowak entgegen: "Wenn es denn gewünscht worden wäre, hätten wir das gern realisiert. Wir haben einen städtebaulichen Vertrag, aber die Stadt hat die Entwicklung des Parks durch den Investor zurückgezogen.

Grund: Es handelt sich um eine öffentliche Fläche, die von allen Bürgern, nicht nur den Bewohnern des Belsenparks genutzt werden kann. "Wir haben alle Flächen für Park und Straßen der Stadt kostenfrei übertragen", stellt Nowak klar. Bis auf einen kleinen Teil im hinteren Bereich des Parks, der auf dem Grundstück von Holz Brockmann liegt. Dieser Teil war aus dem Bebauungsplanverfahren ausgeklammert worden, weil es zwischen Stadt und Eigentümer zu keiner Einigung gekommen war. Nowak: "Es gibt aber wieder Gespräche zwischen Brockmann und der Stadt." Führen sie zum Erfolg, könnte der zweite Bauabschnitt bis zur Prinzenallee realisiert werden. Bis auf einen schmalen Verbindungsweg zum Greifweg könnte dann der Park in der geplanten Größe ausgebaut werden.

(RP)