Oberkassel: Bei Verlagerung bessere Versorgung

Oberkassel: Bei Verlagerung bessere Versorgung

Feuerwache Quirinstraße könnte verlegt werden. Konkretes gibt es nicht.

In dem Projektbericht zum Thema "Feuerwehr 2020" geht es um die Prüfung, ob eine Verlagerung einzelner Standorte möglich ist. Dabei hatten die Experten unter anderem auch die Feuerwache Quirinstraße in den Fokus genommen. Grund für die linksrheinischen Bezirksvertreter, die Verwaltung zu fragen, ob bei einer Verlagerung der Oberkasseler Feuerwache die Versorgung der Bevölkerung gewährleistet ist.

Eine konkrete Antwort gibt es nicht. "Es handelt sich um willkürlich gewählte Standorte", sagte Bezirksverwaltungschefin Iris Bürger. Sie seien ohne Berücksichtigung der Flächenverfügbarkeit, der Besitzverhältnisse oder Festsetzungen hinsichtlich einer Bebauungsplanung genannt worden. Auch die Frage nach einem Alternativ-Standort im Linksrheinischen, blieb unbeantwortet: "Es gibt ihn noch nicht", so Iris Bürger. Trotzdem war seitens der Politik zu hören, dass der Simon-Gatzweiler-Platz die einzige Möglichkeit bieten würde. Aber: Eine Verlagerung müsse die Qualität der Versorgung beibehalten und im Idealfall mit einer Verbesserung einhergehen, so die Verwaltung, die davon ausgeht, dass alternative Standorte möglich seien.

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Die Feuerwache Oberkassel (Rettungswache 2) wurde 1957 als erster Neubau nach dem Zweiten Weltkrieg an der Quirinstraße 49 fertig gestellt. Sie ist für den Schutz des gesamten linksrheinischen Stadtgebiets zuständig und bildet mit der Feuerwache 5 den Brandschutzabschnitt 2. Heute gehören 60 Mitarbeiter zum Team. Die tägliche Wachstärke beträgt zwölf Personen. An Werktagen wird die Wachbesatzung tagsüber durch einen Rettungswagen, besetzt durch den Arbeiter-Samariter-Bund, unterstützt.

Bereits 2005 war schon von einem Abriss und Standortwechsel der gesamten Oberkasseler Feuerwache die Rede gewesen. Dann war sie aber doch für insgesamt 368.000 Euro saniert worden. Und vor zwei Jahren ging es um Abriss oder Sanierung des Feuerwehrturms auf dem Gelände an der Wettinerstraße. Ursprünglich war er zum Säubern und Trocknen von Schläuchen gebaut worden. Weil dies eine externe Firma übernommen hat, wurde er zum Übungsplatz für die Höhenrettung. Die Bezirksvertreter hatten betont, dass der Turm auf jeden Fall erhalten bleiben sollte. Vor allem auch für die "Freiwillige Feuerwehr", die keinen eigenen Übungsturm besäße. Hintergrund ist auch die Sorge, dass das attraktive Grundstück an der Wettinerstraße Investoren anlocken könnte.

(RP)
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